E.on
- Maximilian Völkl

E.on vor Megadeal – diese Probleme drohen noch

Die neue Energiewelt bedeutet für E.on auch neue Herausforderungen. Mit der Trennung von der Stromerzeugung geht der Konzern neue Wege und löst sich von seinem einstigen Kerngeschäft. Um sich als Energiedienstleister neu zu positionieren, muss aber zunächst die Innogy-Übernahme abgeschlossen werden. Hier könnte es jedoch Probleme geben.

Die Kartellwächter werden sich den Deal mit dem Erzrivalen RWE genau anschauen. Bislang hat E.on die Übernahme zwar noch nicht zur Kontrolle durch die Wettbewerbshüter in Brüssel angemeldet. Dies soll aber noch in diesem Jahr geschehen. Auch RWE will den Deal dann anmelden.

Es gilt zwar als wahrscheinlich, dass die Kartellbehörden die komplexe Transaktion absegnen. Ein Spaziergang wird das Prüfverfahren aber nicht. Gemessen an der Höhe des Umsatzes wäre zwar die EU für den Deal zuständig – doch auch das Bundeskartellamt könnte sich einschalten. Bei einer möglichen Prüfung würde es dann um die Minderheitsbeteiligung von RWE an E.on über 17 Prozent gehen.

Halteposition

DER AKTIONÄR geht davon aus, dass die Wettbewerbshüter zustimmen. Langfristig ist E.on für konservative Anleger damit unverändert interessant. Der charttechnische Seitwärtstrend hält aber unverändert an. Für Neueinsteiger gibt es derzeit attraktivere Werte. Die Versorger-Aktie bleibt eine Halteposition mit Stopp bei 7,80 Euro.

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