E.on
- Maximilian Völkl

E.on: Schwarze Liste – der Riese macht sich schlank

Im schwachen Marktumfeld präsentiert sich die E.on-Aktie am Mittwoch stabil. Der Versorger treibt den Verkauf mehrerer Geschäftsfelder weiter voran. Vor allem Südeuropa steht derzeit auf der Schwarzen Liste des DAX-Konzerns. Das Rennen um das Italien-Geschäft geht in die nächste Runde.

Laut Börsen-Zeitung sind von anfänglich 20 Bewerbern für E.on Italia sieben zum sogenannten Datenraum zugelassen worden. Goldman Sachs berate den Konzern beim Verkauf der Geschäftsbereiche, die derzeit mit zwei Milliarden Euro bewertet würden. Zudem wird auch weiterhin viel über den Verkauf des E.on-Geschäfts in Spanien spekuliert.

Weniger Beteiligungen

Seit einiger Zeit trennt sich der Konzern von einer Vielzahl von Beteiligungen. Angesichts stürmischer Zeiten in der Versorgerbranche will sich E.on für die Zukunft stabil aufstellen. Vor allem vom Südeuropa-Geschäft, das E.on vor der Finanzkrise gekauft hatte, möchte sich der Konzern trennen. In den vergangenen Jahren mussten hier schon erhebliche Abschreibungen vorgenommen werden, da die Auslastung der Anlagen im Zuge der konjunkturellen Einbrüche schwach war. Doch auch die Beteiligungen an weiteren Gasversorgern beispielsweise in Lettland und Finnland werden nach wie vor vorangetrieben.

Wann gelingt der Ausbruch?

Mit der Verschlankung des Konzerns geht E.on den richtigen Weg. Der Titel bleibt in der Versorgerbranche erste Wahl. Die satte Dividendenrendite von fast vier Prozent überzeugt, außerdem ist der Konzern weitaus besser für die Energiewende aufgestellt als Konkurrent RWE. Gelingt aus charttechnischer Sicht bei 14,50 Euro der Ausbruch aus dem langfristigen Seitwärtstrend, wird neue Fantasie freigesetzt. DER AKTIONÄR spekuliert im Derivate-Depot auf steigende Kurse.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Uniper soll weg – so schnell wie möglich

Seit der Abspaltung von E.on hat sich die Aktie von Uniper glänzend entwickelt. Die Tochter, die sich auf die konventionellen Kraftwerke fokussiert, ist heute über 50 Prozent mehr wert als beim Börsengang. Die Zukunftsfähigkeit bleibt allerdings offen, zudem passt Uniper nicht ins „grüne Portfolio“ … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Keine Panik!

Nach den Zahlen hat die E.on-Aktie zu Beginn dieser Woche deutlich zugelegt. Am Donnerstag zählt der Versorger allerdings zu den schwächeren Werten im DAX. Anleger sollten deshalb aber nicht in Panik verfallen. Nach der Hauptversammlung gestern wird der Titel ex-Dividende gehandelt. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Teyssen muss liefern – sonst wird es eng

Nach der Zahlenvorlage am Dienstag stand bei E.on heute mit der Hauptversammlung gleich das nächste Highlight an. Konzernchef Johannes Teyssen musste dabei den Rekordverlust von 16 Milliarden Euro im vergangenen Jahr erklären. Zudem nahm er erneut Stellung zur Forderung, dass das Netzgeschäft … mehr