E.on
- Maximilian Völkl

E.on-Aktie: Das Blatt wendet sich

Eine weitere starke Woche liegt hinter den Versorgeraktien. Die Papiere von E.on und RWE setzten ihre Erholung fort und weisen nun ein deutlich aufgehelltes Chartbild auf. Um langfristig wieder in die Spur zu finden, bleibt zwar nach wie vor ein weiter Weg. Die Hoffnung auf eine Einigung in der Atommüll-Frage macht aber Mut.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat E.on nun genauer unter die Lupe genommen. Der deutsche Branchenprimus schaffe Werte durch den Verkauf von Vermögenswerten aus regulierten Bereichen, erklärt Analyst Dario Carradori. Das niedrige Zinsniveau und Restrukturierungen wirkten sich auf die gesamte Branche positiv aus, während schwache Gaspreise belasteten. Der Experte hob sein Kursziel für E.on von 10,80 auf 10,90 Euro an und beließ die Einstufung auf „Buy“.

Gute Entwicklung

Die jüngsten Gewinne der E.on-Aktie haben ihre Gründe. Zum einen hat sich das charttechnische Bild deutlich aufgehellt. Der flache Abwärtstrend könnte bald überwunden werden und mit dem Sprung über die 200-Tage-Linie wurde bereits ein frisches Kaufsignal generiert. Zum anderen machen die jüngsten Berichte über eine Annäherung der vier AKW-Betreiber E.on, RWE, Vattenfall und EnBW mit der Atomkommission des Bundes Mut. Für rund 24 Milliarden Euro könnten sich die Konzerne demnach von der unbeschränkten Haftung befreien.

Für Trader

Die Diskussion um die Lagerung des Atommülls, die Abspaltung der Tochter Uniper oder niedrige Strompreise: E.on hat nach wie vor mit zahlreichen Unwägbarkeiten zu kämpfen. Konservative Anleger bleiben deshalb an der Seitenlinie. Trader können das gute Chartbild hingegen nutzen und darauf setzen, dass die Erholung zunächst bis 10,00 Euro weitergeht. Ein enger Stopp bei 8,60 Euro sichert ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Faktor-Trade des Tages: E.on

Bei DER AKTIONÄR TV präsentiert die Redaktion des AKTIONÄR börsentäglich den "Trading-Tipp des Tages". Es handelt sich dabei um Faktor-Zertifikate auf Aktien, die kurz- bis mittelfristig vor einer starken Bewegung stehen – egal, ob nach oben oder nach unten. Heute ist dies E.on. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Die Zukunft kann kommen

Am Dienstag hat der Versorger E.on den Verkauf der Beteiligung an der ehemaligen Kraftwerkstochter Uniper abgeschlossen. Rund 3,8 Milliarden Euro hat der DAX-Konzern dafür eingenommen. Die Trennung von Uniper und der anstehende Innogy-Deal signalisieren aber auch einen Neubeginn: Künftig will sich … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Das Ende einer Ära

Seit 2010 steht E.on-Chef Johannes Teyssen bereits an der Spitze des Versorgers. Doch nach Auslaufen seines Vertrags 2021 will der Manager diesen nicht mehr verlängern. Es wird das Ende einer Ära sein. Aktuell ist Teyssen jedoch nach wie vor dabei, E.on vom Energieerzeuger zum Energiedienstleister … mehr