E.on
- Maximilian Völkl

E.on-Aktie: 24 Milliarden Euro gefordert – Lösung möglich?

Nach dem Höhenflug der vergangenen Wochen zählt die E.on-Aktie am Freitag zu den schwächsten Werten im DAX. Trotz des leichten Rücksetzers hat sich das Chartbild bei dem Versorger inzwischen aber deutlich aufgehellt. Mit dem Sprung über die 200-Tage-Linie wurde ein frisches Kaufsignal generiert.

Kurzfristig steht diese gute charttechnische Entwicklung im Mittelpunkt. Auf lange Sicht bleiben aber die Abspaltung der Tochter Uniper und die Fragen um den Atomausstieg im Fokus. In der Diskussion um die Atommüll-Lagerung deutet sich eine Annäherung an. Die Nachrichtenagentur Reuters hat berichtet, dass die Atomkommission des Bundes rund 24 Milliarden Euro für die Zwischen- und Endlagerung fordert. Im Gegenzug wären die AKW-Betreiber E.on, RWE, Vattenfall und EnBW die Risiken los.

Diese Forderung bedeute einen Aufschlag von gut sieben Milliarden Euro auf die bereits gebildeten Rückstellungen der Konzerne, so Insider zu Reuters. Das Geld soll in einen Fonds unter staatlicher Kontrolle fließen und die vier Betreiber von der unbeschränkten Haftung für die Atommüll-Lagerung befreien. Aktuell bieten die vier Konzern selbst angeblich eine Zahlung von 20 bis 21 Milliarden Euro an.

Trading-Buy

Eine Einigung im Atomstreit wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. Insgesamt überwiegen fundamental jedoch weiterhin die Risiken. Konservative Anleger bleiben deshalb an der Seitenlinie. Trader können dank der guten Chartentwicklung einen Einstieg wagen. Die Erholung könnte zunächst bis zur 10-Euro-Marke weitergehen. Allerdings sollte ein enger Stopp bei 8,60 Euro platziert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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