E.on
- Maximilian Völkl

E.on-Aktie: Keine Panik – es gibt wieder Hoffnung

Mit einem deutlichen Minus von rund fünf Prozent trägt die E.on-Aktie am Donnerstag die rote Laterne im DAX. Anleger müssen sich aber keine neuen Sorgen um den kriselnden Versorger machen. Nach der Hauptversammlung kommt es heute zum Dividendenabschlag – pro Aktie zahlt E.on 50 Cent an die Anleger.

Das Treffen mit den Aktionären verlief am Mittwoch sogar relativ harmonisch. Mit einer klaren Mehrheit von 99,68 Prozent stimmten die Anleger für eine Aufspaltung des Konzerns. Das klassische Geschäft mit den Großkraftwerken und dem Energiehandel wird zukünftig in das neue Unternehmen Uniper ausgegliedert. E.on konzentriert sich hingegen nur noch auf Ökostrom, Netze und Energievertrieb.

Im Herbst sollen rund 53 Prozent der Uniper-Aktien über die Börse an die E.on-Aktionäre gehen. Mittelfristig will sich der Konzern dann auch von den übrigen Anteilen trennen. Rund 740 Millionen Euro soll die Aufspaltung inklusive aller steuerlichen Effekte kosten. Hinzu kommen fehlende Synergien im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Die Aktionäre bezeichneten den Plan von E.on-Chef Johannes Teyssen dennoch als alternativlos. Bei Uniper sehen sie aufgrund der gefallenen Strompreise aber große Risiken.

Abwarten

Die E.on-Aktie bleibt nach wie vor sehr riskant. Die Aufspaltung ist eine Chance, die Krise zu überwinden. Ob sie aber den gewünschten Erfolg hat, ist nach wie vor offen. Zudem belastet der anstehende Atomausstieg den Titel. Anleger sollten die Papiere meiden. Es gibt deutlich attraktivere Investments im DAX.

(Mit Material von dpa-AFX)

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