E.on
- Maximilian Völkl

E.on-Aktie: Eine große Chance

Vor knapp einem Jahr wurde bekannt, dass der US-Hedgefonds Knight Vinke bei E.on eingestiegen ist. Nun hat sich der aktivistische Vermögensverwalter in einem Brief an seine Investoren zum DAX-Konzern geäußert. Neuen Schwung für den Ausbruch aus dem Seitwärtstrend können die Aussagen der Aktie aber nicht verleihen.

Knight Vinke behauptet, dass E.on über ausreichend verkaufbare Non-Core-Assets verfügt, um die zwei Milliarden Euro Risikoprämie für die Atommüllentsorgung zu finanzieren. Konzernchef Johannes Teyssen hatte zuletzt erklärt, dass noch keine Entscheidung über etwaige Kapitalmaßnahmen gefallen sei. Laut dem Hedgefonds könnte eine weitere Umstrukturierung vielmehr dazu genutzt werden, das Kreditprofil und die Investitionsfähigkeit zu verbessern, die Dividende zu stärken und Jobs zu schaffen.

Im August hatte E.on noch ein Angebot von Knight Vinke abgelehnt, die verbleibenden 47 Prozent an der Tochter Uniper zu einer Bewertung von drei Milliarden Euro zu übernehmen. Das Angebot beinhaltete zudem eine Kapitalspritze von 600 Millionen Euro für E.on und 300 Millionen Euro für Uniper, um die Bilanzen zu stärken. Obwohl E.on dies ablehnte – neben der Angst vor Steuereffekten war dem DAX-Konzern auch die Bewertung zu niedrig – will Knight Vinke auch in Zukunft signifikanter Anteilseigner bleiben. Die genaue Beteiligung ist allerdings weiter unklar.

Chartbild wird besser

Die Einigung im Streit um die Atommüll-Lagerung war ein erster wichtiger Schritt für E.on. Ob der Konzern im Bereich Erneuerbare Energien nun die Trendwende schafft, bleibt aber offen. Mit dem Sprung über die 6,90-Euro-Marke würde sich das charttechnische Bild deutlich aufhellen. Favorit in der Branche bleibt aber die RWE-Tochter Innogy.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on vor Megadeal – diese Probleme drohen noch

Die neue Energiewelt bedeutet für E.on auch neue Herausforderungen. Mit der Trennung von der Stromerzeugung geht der Konzern neue Wege und löst sich von seinem einstigen Kerngeschäft. Um sich als Energiedienstleister neu zu positionieren, muss aber zunächst die Innogy-Übernahme abgeschlossen … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Darauf kommt es jetzt an

Im Gegensatz zu vielen anderen Aktien hat sich bei E.on in den vergangenen Tagen wenig getan. Der langfristige Seitwärtstrend ist nach wie vor intakt. Im schwachen Marktumfeld droht allerdings trotz der günstigen Bewertung zunächst noch einmal ein Test der unteren Begrenzung des Korridors bei 7,90 … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Dieses Urteil macht Hoffnung

Seit Wochen pendelt die E.on-Aktie im Seitwärtstrend. Trotz der guten Aussichten fehlen aktuell die Impulse, um Käufer anzulocken. Zu lange dauert es noch, bis der Innogy-Deal abgeschlossen ist. Die Bewertung ist jedoch vielversprechend. Auf dem aktuellen Niveau hat die Aktie noch viel Potenzial. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Jetzt die Reißleine ziehen?

Wie viele andere Werte musste auch die E.on-Aktie am Mittwoch Federn lassen. Im Vergleich zu den Technologieaktien hält sich der Verkaufsdruck beim Versorger zwar in Grenzen. Das Problem: Es fehlen aktuell auch die Impulse, um den DAX-Titel wieder nach oben zu treiben. mehr