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- DER AKTIONÄR

E.on-Aktie im freien Fall: Das sagen die Experten

Mit einem Minus von über sechs Prozent trägt die E.on-Aktie am Donnerstagnachmittag klar die rote Laterne im DAX. Die Ursachen sind zahlreich: Die Atom-Abspaltung ist geplatzt, der Versorger muss Milliarden-Abschreibungen vornehmen und unter der Bilanz steht 2015 erneut ein deutliches Minus. Die Reaktion der Experten fällt geteilt aus.

Die meisten Analysten gehen allerdings mit der Stimmung an der Börse konform. Die neue Strategie ist ein weiterer Tiefpunkt für E.on. Durch den Verbleib der Kernenergie bei E.on büße die geplante Abspaltung der neuen Gesellschaft Uniper und die Fokussierung von E.on auf die zukunftsträchtigeren Segmente Erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen an Attraktivität ein, so Analyst Thorsten Wenzel von der DZ Bank. Er senkte das Kurszeil von 9,20 auf 8,30 Euro und bestätigte die Verkaufsempfehlung.

Analyst Marcel Schäfer von Equinet hat nach den hohen Abschreibungen sein Kursziel ebenfalls deutlich von 14 auf 10 Euro reduziert. Die Einstufung lautet „Neutral“. Sowohl die neue Gesellschaft Uniper als auch der Kernkonzern E.on würden dadurch unattraktiv bleiben.

Bernstein optimistisch

Die neuen Aussichten bei E.on werden aber nicht durch die Bank negativ gewertet. Im Gegensatz zu seinen Kollegen hat Analyst Deepa Venkateswaran von Bernstein Research die Einstufung auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 16,40 Euro belassen. Da die Kernernergie nun doch bei E.on verbleibe, sinke das Risiko für die Anleger, wertet der Experte den Schritt als positiv. Zudem komme der Konzern möglichen politischen Bedenken zuvor, dass sich der Versorger aus der Verantwortung für seine Kernenergieaktivitäten stehlen wolle. Damit nehme die Gefahr ab, dass die Abspaltung der neuen Gesellschaft Uniper nicht vollzogen werde.

Kein Investment wert

Der Optimismus von Bernstein erscheint überzogen. Die erneute Hiobsbotschaft treibt die Talfahrt bei E.on vielmehr weiter an. Inzwischen notiert die Aktie an der 9-Euro-Marke. Die Perspektiven für die Zukunft sind nach wie vor ungewiss. Anleger sollten die Versorger-Aktie meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)


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  • Hans Klapka -
    100 Milliarden Umsatz und 100 Milliarden Schulden sind auch ohne neue Hiobsbotschaften kein guter Kauf. Energiewende verschlafen. Dem Vostand bleibt nur noch der Weg den Laden an die Wand zu fahren. Erfolg aussichtslos!

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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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