E.on
- Marion Schlegel - Redakteurin

E.on- und RWE-Aktien: Spiegel-Bericht sorgt für Wirbel

Die Aktien von E.on und RWE sind mit einem Plus in die neue Woche gestartet, Während RWE allerdings seine anfänglichen Gewinne wieder komplett abgeben musste, notiert E.on am späten Vormittag noch mit 0,3 Prozent im Plus bei 13,47 Euro.

Spekulationen um Atomgeschäft

Grund für die Kursbewegungen bei den beiden Aktien ist ein Bericht des Spiegel. Demzufolge möchten die drei großen Energiekonzerne, zu denen auch EnBW zählt, nach Informationen des Magazins ihr gesamtes deutsches Atomgeschäft an den Bund übertragen. Dem Plan zufolge sollen die Kernkraftwerke in eine öffentlich-rechtliche Stiftung eingebracht werden, die die Meiler dann bis zum endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie im Jahr 2022 betreibt, berichtet der Spiegel unter Berufung auf Konzern- und Regierungskreise. Ein Börsianer wertet die Berichte aber neutral. Wenn, dann seien die Diskussionen wohl in einer sehr frühen Phase. Sollte eine externe Funding-Lösung gefunden werden dürfte das aber auch nicht stark wirken.

Die bessere Wahl

Im Energiesektor bleibt E.on weiterhin die bessere Wahl als RWE. Mit der niedrigen Bewertung und der hohen Dividende ist die Aktie durchaus attraktiv. Zudem ist der Konzern besser auf die Energiewende eingestellt als der Hauptkonkurrent. Allerdings drängt sich angesichts der derzeitigen charttechnischen Verfassung der E.on-Aktie ein Neueinstieg nicht auf. Erst der Sprung über den seit Monaten andauernden Seitwärtstrend würde ein positives Signal liefern. Investierte Anleger sichern ihre Position mit einem Stopp bei 11,50 Euro ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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