E.on
- Marion Schlegel - Redakteurin

E.on: Trotz deutlichem Gewinneinbruch – Aktie klar im Plus

Beim Strom- und Gasversorger E.on haben Rückgänge in der Stromerzeugung im abgelaufenen Jahr zu einem massiven Gewinneinbruch geführt. Der um Bewertungseffekte bereinigte Konzernüberschuss fiel fast um die Hälfte auf 2,2 Milliarden Euro, wie der unter der Energiewende leidende Konzern am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Eine deutliche Belastung waren die wegbrechenden Erlöse aus fossilen Kraftwerken, es fehlten aber auch Ergebnisbeiträge aus verkauften Unternehmensteilen.

Reduzierte Ziele erreicht

Der Umsatz fiel um 7 Prozent auf 122,5 Milliarden Euro, das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) lag mit 9,3 Milliarden Euro 14 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis unter dem Strich (inklusive Bewertungseffekte) reduzierte sich um 2 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Mit den Zahlen lag E.on teilweise ein Stück über den Erwartungen der Analysten. Seine eigenen, im November nach unten angepassten Ziele erreichte E.on: Der Konzern war für 2013 von einem operativen Ergebnis von 9,2 bis 9,3 Milliarden Euro und einem bereinigten Konzernüberschuss von 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro ausgegangen. Als Dividende will das Unternehmen 0,60 Euro je Aktie zahlen, nach 1,10 Euro im Vorjahr.

Aktie mit Gewinnen

Die Aktie von E.on legt im vorbörslichen Handel um 1,6 Prozent zu. Die Probleme, die der Konzern hat, dürften auf dem aktuellen Niveau eingepreist sein. Das Unternehmen lockt trotz der Reduzierung der Dividende mit einer attraktiven Dividendenrendite von 4,5 Prozent. Anleger bleiben an Bord und sichern sich mit einem Stopp bei 11,50 Euro ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Faktor-Trade des Tages: E.on

Bei DER AKTIONÄR TV präsentiert die Redaktion des AKTIONÄR börsentäglich den "Trading-Tipp des Tages". Es handelt sich dabei um Faktor-Zertifikate auf Aktien, die kurz- bis mittelfristig vor einer starken Bewegung stehen – egal, ob nach oben oder nach unten. Heute ist dies E.on. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Die Zukunft kann kommen

Am Dienstag hat der Versorger E.on den Verkauf der Beteiligung an der ehemaligen Kraftwerkstochter Uniper abgeschlossen. Rund 3,8 Milliarden Euro hat der DAX-Konzern dafür eingenommen. Die Trennung von Uniper und der anstehende Innogy-Deal signalisieren aber auch einen Neubeginn: Künftig will sich … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Das Ende einer Ära

Seit 2010 steht E.on-Chef Johannes Teyssen bereits an der Spitze des Versorgers. Doch nach Auslaufen seines Vertrags 2021 will der Manager diesen nicht mehr verlängern. Es wird das Ende einer Ära sein. Aktuell ist Teyssen jedoch nach wie vor dabei, E.on vom Energieerzeuger zum Energiedienstleister … mehr