E.on
- Maximilian Völkl

E.on: Teyssen muss liefern – sonst wird es eng

Nach der Zahlenvorlage am Dienstag stand bei E.on heute mit der Hauptversammlung gleich das nächste Highlight an. Konzernchef Johannes Teyssen musste dabei den Rekordverlust von 16 Milliarden Euro im vergangenen Jahr erklären. Zudem nahm er erneut Stellung zur Forderung, dass das Netzgeschäft abgespalten werden sollte.

Der aktivistische Investor Knight Vinke fordert seit Monaten die Abspaltung der Stromnetze vom Gesamtkonzern. Die Sparte ist aufgrund ihrer garantierten und regulierten Renditen vor allem für Finanzinvestoren interessant. Die Netze seien das Rückgrat der Energiewende, schloss Teyssen einen Verkauf aber erneut aus. Ohne diese sei das neue Geschäft mit klugen Lösungen für Firmen und Privatkunden in der neuen Energiewelt gar nicht zu verstehen.

„Wir wollen der beste, der kreativste und der leistungsfähigste Energiepartner sein“, erklärte der CEO seine Pläne. „Wir beherrschen genau die Technologien und Zukunftsfelder, die für die neue Energiewelt Grundlage und Erfolgsbausteine sind: Moderne regionale Energienetze, effiziente Erneuerbare Energien und innovative und vielfältige Kundenlösungen.“ E.on wolle nun eine neue Erfolgsstory abliefern. Ziel seien ein innovatives Kundenangebot, zukunftsfähige Arbeitsplätze und eine attraktive Dividende.

Schwieriges Umfeld

Noch hat Teyssen den Rückhalt von Investoren und Aktionärsschützern. Auf der Hauptversammlung wurde allerdings deutlich, dass der langjährige Chef jetzt Ergebnisse liefern muss. Gewinne sind zudem notwendig, um die angeschlagene Eigenkapitalquote wieder zu verbessern. Es bleibt spannend. Die Aktie ist aber nur für mutige Anleger geeignet. Der Stoppkurs liegt bei 5,70 Euro.

 


 

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