E.on
- Werner Sperber - Redakteur

E.on: Schulden runter, Gewinn und Kurs rauf; Börsenwelt Presseschau IV

Die Experten der Prior Börse erinnern an den Kurssturz der Aktie von E.on seit Januar 2008 um 75 Prozent. Die Gründe dafür sind: mehr Regulierung, höhere Abgaben, schrumpfender Absatz, Wirtschaftskrise, von der Bundesregierung angekündigter Atomausstieg. Nun ergibt sich bei Europas führendem Energieanbieter eine Riesenchance für nervenstarke Anleger mit Durchhaltevermögen. Der Börsenwert beträgt 26 Milliarden Euro, das ausgewiesene Eigenkapital 36 Milliarden Euro und der Vorstand sah bislang keinen Grund, die Werte der Kraftwerke in der Bilanz zu senken. E.on wird im laufenden Jahr 0,80 bis einen Euro je Aktie und in den Folgejahren jeweils stabil einen Euro pro Anteil verdienen. Das KGV beträgt 13. Die Dividende dürfte in den kommenden Jahren 0,50 bis 0,60 Euro je Aktie betragen. Die Dividendenrendite beträgt mehr als vier Prozent. Wer die Dividende nicht vollständig ausgezahlt bekommen möchte, kann stattdessen gebührenfrei neue Aktien in sein Depot gebucht bekommen. Das führt im Laufe der Zeit zu einer stetig steigenden Stückzahl. Finanzchef Klaus Schäfer kaufte im April ein kleineres Aktienpaket für sein Privatdepot. Er zahlte rund 14 Euro. Der Vorstand setzte milliardenschwere Kosteneinsparungen um, entließ tausende Mitarbeiter und weitere sollen folgen. Freiwerdende Mittel möchte Schäfer hochrentierlich investieren. Insgesamt hat er das Investitionsprogramm aber von 6,5 auf vier bis höchstens fünf Milliarden Euro gekürzt. Die Verschuldung soll runter. Im Chart zeichnet sich eine Bodenbildung ab.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Das klingt spannend

Nach den Rekordverlusten 2016 waren die Bilanzen der deutschen Versorger deutlich angeschlagen. Dank der Abspaltungen von Uniper und Innogy und einer starken operativen Entwicklung hat sich die Situation für E.on und RWE inzwischen aber deutlich verbessert. Auch Investitionen scheinen wieder … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on vs RWE: Das ist der Favorit

Die zwei großen deutschen Versorger E.on und RWE haben beim Innogy-Deal zwar gemeinsame Sache gemacht. Noch stehen beide Konzerne aber im Wettbewerb miteinander, vor allem an der Börse wollen sich viele Anleger lediglich eine Versorger-Aktie ins Depot legen. Die Entscheidung ist nicht einfach. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Das schreit nach Ausbruch

Seit den Zahlen Anfang August gab es kaum neue Meldungen rund um E.on. Nach der Konsolidierung hat sich inzwischen aber zumindest das Chartbild beim Versorger wieder deutlich aufgehellt. Ein Kaufsignal steht unmittelbar bevor, zweistellige Kurse könnten bald wieder möglich sein. mehr