E.on
- Maximilian Völkl

E.on: Klartext von Teyssen – es muss sich was ändern

Die Aktie von E.on steht vor dem Ausbruch aus dem Seitwärtstrend. Am Dienstag führt der Versorger den DAX an und klettert an die 7,60-Euro-Marke. Hier verläuft die obere Begrenzung des Korridors. Für Aufsehen sorgen Aussagen von Konzernchef Johannes Teyssen. Er fordert ein Umdenken bei der Energiewende.

Die Bürger müssten entlastet werden, sagte Teyssen der Bild. Eine grundlegende Korrektur der Energiewende sei notwendig. Diese sei „sehr ungerecht“ finanziert „und das trifft vor allem Menschen mit geringen Einkommen.“ Irgendwann würden die Menschen das nicht mehr mitmachen. Sowohl die Stromsteuer als auch die Netzentgelte seien zu hoch beziehungsweise ungerecht.

Es müsse ein grundlegendes Umdenken und eine Abkehr von der aktuell erhobenen EEG-Umlage erfolgen. Besser wäre stattdessen eine Klimaabgabe, die Öl, Gas und Kohle stärker belastet und dafür Strom entlastet. Eine faire Kostenverteilung sei eine nationale Aufgabe: „Derzeit machen wir eine Stromwende, keine Energiewende.“

Ausbruch möglich

In der Tat hätte die Energiewende besser umgesetzt werden. Ob es zu einem Umdenken kommt, bleibt aber offen. Zudem ist fraglich, wie stark sich E.on letztlich in der neuen Energiewelt positionieren kann. Die angeschlagene Eigenkapitalquote drückt zwar weiter auf die Stimmung. Das starke Chartbild und die Chancen in der neuen Energiewelt verleihen aber Schwung. Der Stopp sollte auf 6,20 Euro nachgezogen werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on vor Megadeal – diese Probleme drohen noch

Die neue Energiewelt bedeutet für E.on auch neue Herausforderungen. Mit der Trennung von der Stromerzeugung geht der Konzern neue Wege und löst sich von seinem einstigen Kerngeschäft. Um sich als Energiedienstleister neu zu positionieren, muss aber zunächst die Innogy-Übernahme abgeschlossen … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Darauf kommt es jetzt an

Im Gegensatz zu vielen anderen Aktien hat sich bei E.on in den vergangenen Tagen wenig getan. Der langfristige Seitwärtstrend ist nach wie vor intakt. Im schwachen Marktumfeld droht allerdings trotz der günstigen Bewertung zunächst noch einmal ein Test der unteren Begrenzung des Korridors bei 7,90 … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Dieses Urteil macht Hoffnung

Seit Wochen pendelt die E.on-Aktie im Seitwärtstrend. Trotz der guten Aussichten fehlen aktuell die Impulse, um Käufer anzulocken. Zu lange dauert es noch, bis der Innogy-Deal abgeschlossen ist. Die Bewertung ist jedoch vielversprechend. Auf dem aktuellen Niveau hat die Aktie noch viel Potenzial. mehr