E.on
- Maximilian Völkl

E.on: Jetzt beginnt alles von vorne

Es ist eine turbulente Woche für E.on. Nach den Zahlen, der Hauptversammlung und dem Dividendenabschlag sollte sich die Lage nun wieder stabilisieren. Sowohl operativ als auch bei der Übernahme von Innogy ist E.on weiter auf Kurs. Doch das Chartbild hat sich eingetrübt, die Aktie notiert nur noch knapp über der 9,00-Euro-Marke.

Für den Rücksetzer ist naturgemäß vor allem der Dividendenabschlag vom Mittwoch fällig. 43 Cent je Aktie schüttet E.on aus. Doch auch skeptische Analystenmeinungen brachten den DAX-Titel etwas unter Druck. Sowohl Goldman Sachs als auch Oddo Seydler und Berenberg haben nach den Zahlen ihre Kursziele gesenkt.

Niedrigere Schätzungen für das Übernahmeziel Innogy, der starke Wettbewerbsdruck im Privatkundengeschäft und vor allem die hohe Verschuldung von E.on werden von den Experten bemängelt. Anleger sollten sich aber keine übermäßigen Sorgen machen: E.on hat die Bilanz zuletzt bereits gestärkt und wird sich vor allem dank der sicheren und lukrativen Gewinne im regulierten Netzgeschäft auch künftig auf einen stetigen Cash Flow freuen können.

Schwieriges Chartbild

Durch den Dividendenabschlag hat sich das Chartbild allerdings wieder eingetrübt. Die Aktie hat am Mittwoch bereits die 9,00-Euro-Marke getestet. Zunächst müssen nun wieder die 200-Tage-Linie bei 9,25 Euro und der horizontale Widerstand im Bereich um 9,30 Euro überwunden werden. Erst dann kann der Blick wieder in Richtung 9,65 Euro gehen – an dieser Marke notierte der Kurs vor dem Abschlag. Das zeigt: Der Weg zurück zu zweistelligen Kursen bleibt noch weit.

Für Konservative

Es bleibt dabei: Gelingt die Innogy-Übernahme, ist E.on für die Zukunft mit Netzen und Kundendienstleistungen gut gerüstet. Klar ist, dass die Aktie lediglich etwas für Konservative und Dividendenjäger ist. Im aktuellen Marktumfeld sind defensive Werte aber ohnehin wieder gefragt. Wer investiert ist, sollte deshalb unbedingt dabeibleiben.

 

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