E.on
- Maximilian Völkl

E.on: Die Zukunft kann kommen

Am Dienstag hat der Versorger E.on den Verkauf der Beteiligung an der ehemaligen Kraftwerkstochter Uniper abgeschlossen. Rund 3,8 Milliarden Euro hat der DAX-Konzern dafür eingenommen. Die Trennung von Uniper und der anstehende Innogy-Deal signalisieren aber auch einen Neubeginn: Künftig will sich E.on auf die Netze und das Endkundengeschäft konzentrieren.

„Mit dem Verkauf unserer verbliebenen Uniper-Anteile an Fortum geht ein Stück E.on-Geschichte zu Ende“, sagte Vorstandschef Johannes Teyssen. Der Konzern hat sich damit so gut wie vollständig von der Stromerzeugung aus Kohle, Gas und Erdöl getrennt. Beim Umbau ist das allerdings nur der erste Schritt. Auch die Ökostromsparte wird noch an den Wettbewerber RWE weitergereicht. Gleichzeitig wird dafür die RWE-Tochter Innogy übernommen.

Den Mittelzufluss aus dem Uniper-Verkauf könne der Versorger in Anbetracht des Investitionsplanes und des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots für Innogy gut gebrauchen, so Analyst Sven Diermeier von Independent Research zum Umbau. Wegen der höheren Gesamtkapitalkosten reduzierte er sein Kursziel aber dennoch von 10,60 auf 10,30 Euro. Die Einstufung lautet „Halten“.

Langfristig attraktiv

E.on positioniert sich künftig als Energiedienstleister. Die Aktie eignet sich für Konservative als sichere Anlage mit attraktiver Dividende – aktuell beträgt die Rendite 4,7 Prozent. Charttechnisch gilt es aktuell, die 9,00-Euro-Marke im schwachen Marktumfeld zu verteidigen. Langfristig bleibt die Aktie attraktiv.

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