E.on
- Maximilian Völkl

E.on: Die vergessene Tochter

E.on befindet sich im Wandel. In Zukunft will sich der Konzern auf Stromnetze und Kundendienstleistungen fokussieren. Doch noch soll der Blick der Anleger nicht zu weit in die Ferne schweifen. So ist E.on aktuell unverändert stark in der Stromerzeugung tätig. Was häufig vergessen wird: Auch bei der Atomenergie ist der DAX-Konzern nach wie vor aktiv.

E.on hat das Atomgeschäft in der Tochter Preussen Elektra gebündelt. Diese wird zwar schon länger als Non-core-Geschäft bilanziert. Doch auch wenn Atomenergie in Deutschland ein Auslaufmodell ist, steuert die Tochter weiterhin satte Gewinne bei. Im vergangenen Jahr trug Preussen Elektra noch immer 13 Prozent zum bereinigten EBITDA von 5,0 Milliarden Euro bei (siehe Grafik).

Daran ändert sich vorerst auch nichts. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres ist Preussen Elektra erneut für elf Prozent des EBITDA zuständig. Und auch wenn der Atomausstieg in Deutschland beschlossen ist, bleibt Preussen Elektra nicht untätig. So hat die Tochter zuletzt beispielsweise einen Dienstleistungsvertrag mit dem Betreiber von vier neuen Kernkraftwerken in den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnet.

Gewinne laufen lassen

Trotz der anhaltenden Gewinne bei Preussen Elektra ist klar: Die Zukunft von E.on liegt nicht in der Stromerzeugung. Doch mit Netzen und Kundendienstleistungen ist der Konzern gut gerüstet für die neue Energiewelt. Konservative Anleger finden ein starkes Investment mit lukrativen Renditen. Die Aktie bleibt auf der Kaufliste mit Stopp bei 7,80 Euro.

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