E.on
- Maximilian Völkl

E.on: Das Ende einer Ära

Seit 2010 steht E.on-Chef Johannes Teyssen bereits an der Spitze des Versorgers. Doch nach Auslaufen seines Vertrags 2021 will der Manager diesen nicht mehr verlängern. Es wird das Ende einer Ära sein. Aktuell ist Teyssen jedoch nach wie vor dabei, E.on vom Energieerzeuger zum Energiedienstleister umzubauen.

Ab Ende 2021 komme für ihn „die große Freiheit“, so Teyssen im Manager Magazin. Seinen auslaufenden Vertrag wolle er dann nicht verlängern. Er freue sich aber auf die kommenden drei Jahre und die Integration des Versorgers Innogy. „Da wird mir auf keinen Fall langweilig“, so Teyssen: „Und danach höre ich auf.“

Im Interview räumte Teyssen aber auch Fehler bei den jüngsten Milliardendeals ein. Im Umgang mit Uniper hätte er seinen Vorstandskollegen Klaus Schäfer früher ins Vertrauen ziehen sollen, so der E.on-Chef. Auch bei Innogy sei der Deal etwas ungewöhnlich abgelaufen. Bei der Integration sollen sich beide Konzerne nun aber auf Augenhöhe begegnen. Das könne auch bedeuten, dass E.on beispielsweise bei der Elektromobilität zu Innogy aufschauen müsse.

Spannendes Bild

Durch den Innogy-Deal löst sich E.on von der Stromerzeugung. Als Energiedienstleister dürfte der Konzern gut gerüstet sein für die Zukunft. Aktuell muss die Aktie im schwachen Marktumfeld einmal mehr die wichtige 9,00-Euro-Marke verteidigen. Langfristig bleibt die Aktie eine gute Wahl für konservative Anleger.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Faktor-Trade des Tages: E.on

Bei DER AKTIONÄR TV präsentiert die Redaktion des AKTIONÄR börsentäglich den "Trading-Tipp des Tages". Es handelt sich dabei um Faktor-Zertifikate auf Aktien, die kurz- bis mittelfristig vor einer starken Bewegung stehen – egal, ob nach oben oder nach unten. Heute ist dies E.on. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Die Zukunft kann kommen

Am Dienstag hat der Versorger E.on den Verkauf der Beteiligung an der ehemaligen Kraftwerkstochter Uniper abgeschlossen. Rund 3,8 Milliarden Euro hat der DAX-Konzern dafür eingenommen. Die Trennung von Uniper und der anstehende Innogy-Deal signalisieren aber auch einen Neubeginn: Künftig will sich … mehr