Duerr
- Jochen Kauper - Redakteur

Dürr-Aktie: Nach dem Kursrutsch – das sagen die Analysten

Dürr hat die Marktteilnehmer in den letzten Quartalen wohl zu sehr verwöhnt. So denn waren die Erwartungen der Analysten natürlich besonders hoch. Gestört haben sich de Experten allen voran am verhaltenen Ausblick des Anlagenbauers. In der Folge fiel die Dürr-Aktie zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Mitte Dezember zurück.


Etwas mager
Im laufenden Jahr will Dürr mithilfe des Geschäfts in den Schwellenländern bei der Profitabilität weiter zulegen, Umsatz und Auftragseingang erwartet das Unternehmen jedoch bestenfalls etwas über Vorjahresniveau. Aus Sicht des Commerzbank-Experten Ingo-Martin Schachel haben die Konsenserwartungen an Umsatz und Auftragseingang nun ein Korrekturrisiko von rund drei Prozent. Die Margenziele könnten sich dagegen als 'so konservativ wie üblich' erweisen. Dennoch bleibt Schachel bei einem Kursziel für die Dürr-Aktie von 70,00 Euro. 


Analysten uneinig
Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Dürr von 64,00 auf 63,00 Euro gesenkt. Das operative Quartalsergebnis des Autozulieferers habe unter anderem dank einer guten Auslastung seine Erwartungen sowie die Marktprognosen  übertroffen, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer Studie. Der Experte senkte jedoch seine Umsatzprognose für die Jahre 2014 und 2015, weil die Umsatzdynamik des Unternehmens nach einigen Jahren starken Wachstums jetzt nachlasse. Ähnlich interpretiert Christian Cohrs von Warburg Research die Situation. Sein Kursziel lautet 60,00 Euro. Weitaus optimistischer ist Analyst Jasko Terzic von der DZ Bank. Er hat die Einstufung für Dürr nach vorläufigen Zahlen auf 'Kaufen' mit einem fairen Wert von 74,00 Euro belassen. Den Ausblick des Herstellers von Fahrzeug-Lackieranlagen auf 2014 betrachtet der Experte als konservativ. 

Korrektur nutzen
Zugegeben, die Dürr-Aktie hat in den letzten Monaten den Gesamtmarkt deutlich hinter sich gelassen. Die Korrektur führte das Papier am Dienstag an die Marke von 57,50 Euro. Dort erwies sich die ansteigende 200-Tage-Linie als Unterstützung. In diesem Bereich sind erste Käufe wieder vertretbar.

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