DAX
- Maximilian Völkl

Draghi steht Gewehr bei Fuß – DAX vor neuer Rallye?

Mit einem leichten Plus reagiert der DAX am Donnerstag auf die jüngsten Ereignisse aus der Wirtschaft. Im Mittelpunkt stand die Rede von EZB-Präsident Mario Draghi nach der Zinssitzung der Notenbank. In den USA wurden allerdings auch einige wichtige Wirtschaftsdaten präsentiert.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist dabei in den USA überraschend etwas gesunken. In der vergangenen Woche wurde ein Rückgang um 1.000 auf 253.000 verzeichnet. Im Vorfeld waren 265.000 Anträge erwartet worden. Der Philly-Fed-Index hat sich im Juli derweil überraschend stark eingetrübt. Der Index für das Geschäftsklima in Philadelphia ist von 4,7 Punkten im Vormonat auf minus 2,9 Punkte gefallen. Volkswirte hatten lediglich mit einem leichten Rückgang auf 4,5 Punkte gerechnet. Der Indikator fiel damit auf den tiefsten Stand seit Januar.

Brexit ist Risiko

Die Europäische Zentralbank hat auf ihrer Zinssitung erwartungsgemäß keine neuen Schritte unternommen. Mario Draghi äußerte sich in seiner Rede aber zu den Auswirkungen des Brexits. Konkrete Folgen seien zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht abzuschätzen, die Risiken für das Wirtschaftswachstum in Europa blieben aber hoch. Mittelfristig hänge viel von den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU über ihre künftigen Beziehungen ab, so der Chef der Notenbank. „Die EZB ist bereit, willens und in der Lage, falls nötig zu handeln“, wiederholte Draghi eine bereits früher von ihm verwendete Formulierung. Konkrete Instrumente habe der Zentralbankrat aber nicht diskutiert.

Keine Alternativen

Es gibt derzeit keinen Grund, dass die Kurse nicht weiter steigen. Alternativen zur Aktie gibt es nicht, die großen Investoren haben weiterhin hohe Cashbestände. Nach dem Bruch der 200-Tage-Linie und der Widerstandslinie bei 10.100 ist in den nächsten Wochen mit 10.500 Punkten zu rechnen.

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