DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Draghi bleibt auf dem Gas - was macht der DAX?

Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, lässt sich mit der Zinswende weiter Zeit. Anders als von Deutschland gefordert wird er die Politik des billigen Geldes fortführen. Bereits im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung hatte der deutsche Aktienmarkt deutlich zulegen können und den kurzfristigen Abwärtstrend verlassen. Allerdings bremst der starke Euro die Entwicklung im DAX, was aber vielmehr ein Ausdruck der Dollarschwäche ist. So müssen sich deutsche Anleger noch etwas gedulden, bis es ein neues starkes Kaufsignal gibt,

Schiebezone seit Ende Juli

Seit gut sechs Wochen befindet sich der DAX in einer Schiebezone zwischen 12.000 und 12.300 Punkten (auf Schlusskursbasis). Intraday gab es zwar mehrere Ausbruchsversuche, am Ende des Tages hatte es aber nie ein neues Signal gegeben. Auch gestern, nach der EZB-Entscheidung, hatte der deutsche Leitindex die obere Begrenzung durchbrochen (tageshoch bei 12.363), doch letztendlich reichte die Kraft der Bullen nicht.

Schuld an der fehlenden Power hat in erster Linie der starke Euro. Er ist gegenüber dem Dollar auf ein neues 2,5-Jahreshoch gestiegen. Während sich der Druck auf Draghi erhöht, die Zinsen anzuheben, dürfte sein US-Pendant, Janet Yellen, ezwungen sein, die in diesem Jahr noch erwarteten Zinsanhebungen auszusetzen. Neben Trumps missratener Regierungstätigkeit bereiten der Notenbankchefin die jüngsten Hurrikans Sorgen, die sich ob ihres verheerenden Ausmaßes negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken werden.

Szenario für Neueinstieg

DER AKTIONÄR ist mit dem empfohlenen DAX Turbo-Short (WKN DD0NJP) am Mittwoch ausgestoppt worden. Ein Neueinstieg auf der Long-Seite wird erfolgen, wenn der Bereich um 12.340 Punkten auf Schlusskursbasis überwunden wird. Welches Einstiegsszenario noch zu beachten gilt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des "DAX-Check" bei DER AKTIONÄR TV.

 

 

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