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- Andreas Deutsch - Redakteur

Doch Crash an der Börse? Experte: Trump ist kein Dämon

Nach einer Woche im Amt hat Donald Trump klar gemacht: Er gibt Vollgas. Seine Drohungen machen vielen Menschen Angst. Aber die Börsen laufen – aber wie lange noch?

Wahrscheinlich hat niemals ein Regierender in so kurzer Zeit so viele Wahlversprechen umgesetzt (beziehungsweise damit begonnen, sie umzusetzen) wie Donald Trump. Obamacare hat er aufgeweicht, das Freihandelsabkommen TPP hat er aufgekündigt, den Bau einer Mauer zu Mexiko angeordnet. Seine Gegner fragen sich: Wo soll das noch enden?

Für George Soros, den ehemaligen Hedgefondsmanager, steht fest: im Chaos. „Trump ist ein Blender und Hochstapler und Möchtegern-Dikatator. Er wird scheitern.“

DWS-Fondsmanager Klaus Kaldemorgen sagte im Handelsblatt-Interview: „Noch im ersten Quartal dürfte die positive Aktientendenz kippen. Die Aktienkurse werden fallen.“

Bis jetzt steigen die Kurse – der Dow Jones erreichte zuletzt ein neues Allzeithoch. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, warnt davor, Trump zu dämonisieren. „Es gibt nicht nur Schatten, sondern auch Licht in Trumps Plänen für die Wirtschaft“, so Krämer im Interview mit dem AKTIONÄR. „Dazu gehört die Steuerreform. Trump will den Spitzensteuersatz für Unternehmen von 35 auf 15 Prozent senken und den für Privathaushalte von 39,6 auf 33 Prozent. Das würde Unternehmen und private Haushalte pro Jahr um einen Betrag entlasten, der 2,5 Prozent des US-BIP entspricht.“

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