Royal Dutch Shell
- DER AKTIONÄR

Dividendenperle Royal Dutch Shell: Das tut weh!

In den USA lagen die Rohöl- und Benzin-Lagerbestände deutlich über den Markterwartungen. Dies hat dem Ölpreis einen Tagesverlust von knapp vier Prozent beschert und damit natürlich auch Energietitel wie etwa Royal Dutch Shell belastet. Zumal es bei der Aktie des Ölgiganten noch einen weiteren Belastungsfaktor gab.

So hat die Citigroup die Anteilscheine des britisch-niederländischen Energieriesen von „Neutral“ auf „Sell“ gesenkt und das Kursziel um knapp elf Prozent auf 1.850 Britische Pence (umgerechnet 22,12 Euro) verringert. Nach Ansicht der Analysten würden die größten Ölkonzerne deutlich höhere Ölpreise benötigen. Denn laut Ansicht der Citigroup legt Shell aktuell zuviel Wert auf die Verbesserung der Bilanz, während die Investitionen in die Zukunft des Konzerns dadurch vernachlässigt würden.

Ja, aber …
Natürlich wären höhere Ölpreise für Shell wie auch für alle anderen Energiekonzerne gut, dennoch kommt das Unternehmen auch mit dem aktuellen Preisniveau relativ gut klar, zumal derzeit der Großteil der Gewinne ohnehin im Downstream-Geschäft (Tankstellen und Raffinerien) erwirtschaftet wird). Man kann Shell auch sicherlich vorwerfen, dass man aktuell sehr wenig in die Erschließung neuer Vorkommen investiert. Allerdings wären milliardenschwere Ausgaben in der Tiefsee oder der Arktis auch äußerst riskante Wetten darauf, dass sich der Ölpreis wieder kräftig erholt, da nur dann die Förderung in diesen Gefilden profitabel wäre. Dass Shell dieses Risiko nicht eingehen will – zumal die gesicherten Reserven ohnehin noch fast zehn Jahre zur Aufrechterhaltung der derzeitigen Produktionsmenge reichen – ist aber auch verständlich.

Aktie bleibt attraktiv
DER AKTIONÄR bleibt daher weiterhin für die Shell-Aktie positiv gestimmt. Wegen des wieder schwächer tendierenden Ölpreises sowie des nun eingetrübten Chartbildes drängt sich der Kauf der Dividendenperle aktuell aber vorerst nicht auf. Bereits investierte Anleger bleiben an Bord und beachten den Stopp bei 20,50 Euro.

 


 

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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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