Roche
- Marion Schlegel - Redakteurin

Dividendenperle Roche: Wichtige Studiendaten noch im September

Der Schweizer Pharmakonzern Roche wird auf der World Conference on Lung Cancer (WCLC), die vom 23. Bis 26. September in Toronto stattfindet, mit Spannung erwartete neue Daten zum Immuntherapeutikum Tecentriq präsentieren. Dabei geht es unter anderem um neue und aktualisierte Zulassungsdaten aus der Phase-3-Studie IMpower133 bei extensiven kleinzelligen Lungenkrebs (ES-SCLC). Wie Roche mitteilt, werden auch Daten zum progressionsfreien Überleben (PFS) sowie zum allgemeinen Überleben (OS) der behandelten Patienten vorgelegt. Insgesamt wurden zehn Abstracts angenommen, darunter drei „Late Breakers“ und fünf mündliche Präsentationen.

„Wir freuen uns, neue Daten aus unserem umfassenden Lungenkrebs-Programm vorzustellen, einschließlich neuer Immuntherapie- und gezielter Behandlungsstrategien für verschiedene Arten von Lungenkrebs", so Dr. Sandra Horning, Chief Medical Officer von Roche in der Mitteilung. „Wir freuen uns besonders, positive Tecentriq-Daten bei großflächigem kleinzelligen Lungenkrebs, der in den letzten zwei Jahrzehnten nur begrenzte Behandlungsfortschritte verzeichnet hat, mitteilen zu können.“ Zudem würden neue zentrale Daten für die Untersuchungstherapie Entrecitinib zur Behandlung von ROS1 fusionspositivem Lungenkrebs vorgestellt.

Verzögerung bei US-Zulassung

Wie heute ebenfalls bekannt wurde, kommt es allerdings zu einer Verzögerung bei der US-Zulassung von Tectriq in Kombination mit Avastin und einem Chemotherapeutikum. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat den Überprüfungszeitraum hier um drei Monate verlängert. Roche rechnet nun mit einer Entscheidung am 5. Dezember dieses Jahres. Im Frühjahr hatte die FDA der Medikamentenkombination als Erstlinientherapie für Patienten mit metastasierenden, nichtkleinzelligen Lungenkarzinome (NSCLC) den Status „Priority Review" erteilt, also ein beschleunigtes Zulassungsverfahren. Die FDA benötigt die zusätzliche Zeit, um Informationen zu überprüfen, welche von der Behörde nachträglich angefordert wurden.

DER AKTIONÄR geht davon aus, dass die Zulassung zwar mit Verspätung, aber dennoch dann Ende dieses Jahres erfolgen sollte. Die Aktie reagiert nahezu unverändert. Anleger bleiben weiter mit einem Stopp bei 170 Euro investiert. Der Wert gehört weiter zu den Pharmafavoriten des AKTIONÄR. Nicht zu verachten außerdem: Die hohe Dividendenrendite von derzeit 3,6 Prozent.

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