Drillisch
- Marion Schlegel - Redakteurin

Dividendenkönig Drillisch: Jetzt kaufen?

Die Aktie von Drillisch hat sich in den vergangenen Jahren enorm stark entwickelt. Noch Ende 2011 kostete ein Anteilschein gut drei Euro, im Mai hat das Papier bei 45,30 Euro ein neues Allzeithoch ausgebildet. Danach folgte eine wohlverdiente Konsolidierung. Insbesondere durch die Aufstufung durch Goldman Sachs Anfang August hat die Aktie aber wieder einen kräftigen Aufschwung erfahren. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Drillisch nach der zuvor unterdurchschnittlichen Wertentwicklung von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und damals das Kursziel von 46 Euro bestätigt. Es ergebe sich bei den Aktien des Mobilfunkanbieters nun eine attraktive Einstiegsgelegenheit, erklärte Analyst Tim Boddy Anfang August. Mit der Zeit dürfte das Unternehmen zu den größten Nutznießern der Konsolidierung auf dem deutschen Mobilfunkmarkt und der Netzwerkverbesserung bei Telefonica Deutschland (O2/E-Plus) zählen.

Nun meldete sich die die US-Investmentbank erneut zu Wort. Nach den Zahlen zum zweiten Quartal hat Goldman Sachs nun auch das Kursziel erhöht: von 46 auf 48 Euro. Gleichzeitig bestätigte Analyst Abhilash Mohapatra das „Buy“-Rating. Die Kennziffern des Mobilfunkproviders seien stark ausgefallen, so der Experte in einer Studie vom Donnerstag. Deshalb habe er seine längerfristigen Prognosen (2017 bis 2019) für Umsatz und operatives Ergebnis (Ebitda) um durchschnittlich neun beziehungsweise acht Prozent erhöht.

Weitere Kaufempfehlungen

Optimistisch präsentieren sich aber auch andere Analysten. Das Analysehaus Jefferies hat Drillisch mit "Buy" und einem Kursziel von 51,00 Euro in die Bewertung aufgenommen. Der Mobilfunk-Anbieter sei durch das Netz-Mietabkommen mit Telefonica Deutschland an einem Wendepunkt angekommen, erklärt Analyst Ulrich Rathe in einer Studie vom Mittwoch. Drillisch müsse sein Geschäftsvolumen im Kern mehr als verdoppeln.

Auch die DZ Bank hat vor Kurzem die „Kaufen“-Einstufung für Drillisch bestätigt. Nur ein „Halte“-Votum vergibt hingegen Kepler Cheuvreux. Aber auch Kepler Cheuvreux sieht weiteres Potenzial bis 45 Euro.

Aus charttechnischer Sicht ist wichtig, dass die Unterstützung bei 40 Euro bestätigt werden kann. Anleger sichern ihre Position mit einem Stopp im Bereich von 37 Euro nach unten ab. Neueinsteiger warten den Ausbruch über den Widerstand bei 43,37 Euro ab. Interessant ist Drillisch für Investoren nicht zuletzt aufgrund seiner enorm hohen Dividendenrendite von derzeit mehr als vier Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)


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