Glaxosmithkline
- Michel Doepke - Redakteur

Dividenden-Garant GlaxoSmithKline: Der Ausverkauf geht weiter

GlaxoSmithKline hat in dieser Woche mit der Übernahme des Krebs-Spezialisten Tesaro sowie den Verkauf von Horlicks und anderen Marken an Unilever für Furore gesorgt. 5,1 Milliarden Dollar legt das Management rund um Vorstandschefin Emma Walmsley für die Biotech-Gesellschaft auf den Tisch – dafür wird in den nächsten beiden Jahren der Gewinn etwas magerer ausfallen. Anleger straften die Aktie ab. Unter dem Strich hat die GSK-Aktie mehr an Wert verloren, als die Briten für Tesaro ausgegeben. Es gibt erste kritische Stimmen.

Barclays stuft ab

Indes hat die Investmentbank Barclays das Kursziel von 1.750 auf 1.600 Pence gesenkt und GlaxoSmithKline von "Overweight" auf "Equal-Weight" abgestuft. Der Abverkauf spiegele die Wahrheit über die kurzfristige Ergebnisverwässerung wider, so Emmanuel Papadakis. Die Bedrohung durch Advair-Generika und Kapazitätsbeschränkungen beim Gürtelrose-Impfstoff Shingrix verschärfe die Aussichten.

Auch die Ratingagenturen nehmen den britischen Pharma-Konzern nach den jüngsten Deals unter die Lupe. Moody's-Analyst Knut Slatten betont: "Wir haben den Ausblick für Glaxo auf negativ gesenkt, weil das Unternehmen sich aufgrund der Übernahme von Tesaro langsamer entschulden wird".

Halteposition

Die Belastung der Ergebnisse in den kommenden beiden Jahren sowie die steigende Verschuldung schmeckt Anlegern und Analysten nicht. Im schwachen Gesamtmarkt verliert die GSK-Aktie erneut knapp zwei Prozent. Aktuell sind die Papiere des britischen Pharma-Konzerns eine Halteposition mit Stopp bei 14,00 Euro.

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