Salesforce
- Benedikt Kaufmann

Starkes Salesforce-Quartal hilft auch den Konkurrenten Adobe und SAP

Die Quartalszahlen von Salesforce waren stark – doch die Aussagen von CEO Marc Benioff waren noch stärker. Sie gaben allen Aktien aus dem Bereich Unternehmenssoftware einen kräftigen Kursschub. ServiceNow und Workday legten zu, aber auch die laufenden Empfehlungen des AKTIONÄR Adobe und SAP.

Wachstumstrend wird fortgesetzt

Salesforce überraschte die Analysten. Nicht nur die Zahlen des ersten Quartals sondern auch die Prognose für das laufende Quartal übertraf die Erwartungen der Experten. Der Softwarekonzern veröffentlichte einen Umsatz von 3,39 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 0,61 Dollar – erwartet wurden nur 2,95 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 0,50 Dollar.

Damit setzte Salesforce seinen mehrjährigen rasanten Wachstumstrend fort, selbst nachdem der Konzern im vergangenen Jahr die zehn Milliarden Dollar Umsatzmarke geknackt hat. Insgesamt stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 26 Prozent an.

Überragender Ausblick

Die Prognose des CRM-Spezialisten im vierten Quartal kann die Erwartungen der Analysten ebenfalls übertreffen. Salesforce erwartet einen Umsatz von 3,55 Milliarden Dollar – die Experten rechneten im Schnitt mit 3,52 Milliarden Dollar. Ebenso stark war der Langfrist-Ausblick bis zum Jahr 2020.

Besonders positiv waren auch die Aussagen des CEO. In der Analystenkonferenz sagte Marc Benioff, dass aufgrund der Digitalisierung die Investitionsausgaben der Unternehmen weiterhin robust bleiben. In einem Interview gegenüber CNBC sagt Benioff: „Ich denke nicht, dass die Firma jemals besser aufgestellt war.“

Die digitale Wandlung

Salesforce bleibt auch in Zeiten eines volatilen Technologie-Marktes eine sichere Bank für Anleger. Solange sich Unternehmen in der digitalen Transformation befinden, bieten sich langfristige Wachstumschancen. Prognose für das Q4, Langfrist-Ausblick und Aussagen des CEO versichern Anlegern, dass dieser Trend intakt ist. DER AKTIONÄR empfiehlt hier klar: Dabeibleiben oder je nach Cash-Situation und Depotdiversifizierung sogar nachzukaufen.

Doch nicht nur die Aktie von Salesforce kann durch das starke dritte Quartal mit rund zehn Prozent deutlich zulegen. Denn Adobe kann beispielsweise mit einer ähnlichen Story überzeugen. Auch der deutsche Software-Gigant SAP spielt auf dem gleichen Feld der digitalen Unternehmenstransformation. Hier hapert es zwar noch etwas mit dem Wachstum. Doch DER AKTIONÄR sieht in den kommenden Jahren eine Wachstumsbeschleunigung durch Cloud und Übernahmen als wahrscheinlich.

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