Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Wo ist das Geschäftsmodell?

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In einem Bericht zur Finanzstabilität rügt der Internationale Währungsfonds (IWF) die Deutsche Bank. Die Experten sehen die Banken in Europa weiter unter Druck. Positive Meldungen gibt es dagegen beim Geldwäscheskandal in Russland.

Der IWF empfiehlt der Deutschen Bank, gegenüber den Märkten mit einem „existenzfähigen Geschäftsmodell „ aufzutreten. Das Geldhaus gehöre in einem Umfeld schwächelnder Banken in Europa zu den Instituten, die sich in einem Transformationsprozess befinden würden, so Peter Dattels, stellvertretender IWF-Direktor für Kapitalmärkte. Der Prozess von einer Investmentbank hin zu einem neuen Geschäftsmodell sei noch nicht abgeschlossen. Die Banken in Europa sollten sich auf eine Phase niedriger Zinsen und politischer Unsicherheit einstellen, meint der IWF.

Hoffnungsschimmer in Russland

Endlich einmal eine gute Nachricht für die Deutsche Bank gibt es dagegen im Geldwäsche-Skandal in Russland. Zumindest die deutsche Finanzaufsicht Bafin wird wahrscheinlich keine Strafe verhängen, so die Süddeutsche Zeitung. Anscheinend will die Aufsicht der Bank nur Vorgaben beim Risikomanagement machen. Der Skandal ist damit aber noch nicht beigelegt. Denn Behörden aus den USA und Großbritannien ermitteln ebenfalls in der Sache.

Keine Entwarnung

Die Milde der Bafin im russischen Geldwäsche-Skandal ist ein gutes Zeichen für die gebeutelte Deutsche Bank. Von den ausländischen Behörden kann das Geldhaus aber keine Nachsicht erwarten. Die Analyse des IWF legt zudem den Finger in die Wunde: Ein tragfähiges Geschäftsmodell hat das Geldhaus nicht. Der Hypothekenstreit in den USA ist bisher auch nicht beigelegt. Der AKTIONÄR rät deshalb weiter von den Titeln ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

 


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