Volkswagen Vz.
- Michael Schröder - Redakteur

BMW, Daimler und Volkswagen: Absatzzahlen sprechen eindeutige Sprache

Die drei heimischen Autowerte tendieren nach frischen Absatzzahlen für Deutschland und den USA schwächer. Der Automarkt in Deutschland ist weiter auf Wachstumskurs. Obwohl der US-Fahrzeugmarkt im Jahr 2015 einen Absatzrekord erzielt hat, hinkten insbesondere die deutschen Hersteller im Land der unbegrenzten Möglichkeiten dagegen hinterher. 

Im Dezember wurden in Deutschland im Jahresvergleich noch einmal acht Prozent mehr Wagen zugelassen, wie der Branchenverband VDA mitteilte. Insgesamt kamen demnach im vergangenen Jahr rund 3,2 Millionen Autos neu auf Deutschlands Straßen. "Das ist ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr und zeigt die gegenwärtige Dynamik des deutschen Pkw-Marktes", so Matthias Wissmann, Präsident des Branchenverbandes VDA.

Bei Marken aus dem Ausland wuchs die Zahl der Neuzulassungen etwas schneller als bei den deutschen Herstellern wie Volkswagen, Daimler und BMW. Der Export in andere Länder war im Dezember sogar rückläufig, im Gesamtjahr wuchsen die Ausfuhren um drei Prozent. "Der Wettbewerb auf den internationalen Märkten wird härter", sagte Wissmann.

Das zeigen auch die jüngsten Zahlen aus den USA. Obwohl der US-Fahrzeugmarkt im Jahr 2015 einen Absatzrekord erzielt hat, hinkten insbesondere die deutschen Hersteller zuletzt hinterher. Vor allem der vom Abgasskandal erschütterte Volkswagen-Konzern gerät immer weiter ins Hintertreffen. Der Absatz der Kernmarke VW sank im Dezember verglichen mit dem Vorjahr um 9,1 Prozent auf 30.956 Autos, obwohl der Monat zwei Verkaufstage mehr hatte als ein Jahr zuvor. Auch das gesamte abgelaufene Jahr endet für die Wolfsburger mit einer unerfreulichen US-Bilanz: Insgesamt schrumpfte der Absatz um 4,8 Prozent auf 349.440 Fahrzeuge. 

Mit 17,7 Prozent zum Vorjahr knickten die US-Absätze im Dezember beim Münchener Konkurrenten BMW  noch kräftiger ein. Vor allem beim mit Abstand meistverkauften Modell, dem 3er BMW, ließ der Hersteller Federn: Die Verkäufe brachen um mehr als 60 Prozent ein. Auch Rivale Daimler tat sich in den USA zuletzt schwer - der Konzern schaffte im letzten Monat nur ein Verkaufsplus von 1,7 Prozent. Im November waren die Daimler-Verkäufe in den USA kräftig geschrumpft.

Im schwachen Gesamtmarkt tendieren alle drei Autowerte im Minus. DER AKTIONÄR hält an seinen bisherigen Einschätzungen zu dem Trio fest.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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