Yamana Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Der nächste Multi-Millionen-Deal

Es tut sich etwas in der Goldbranche. Und damit meine ich nicht die Zahlenflut, die den Anlegern in den kommenden Tagen ins Haus steht. Alleine heute werden der weltgrößte Goldproduzent Barrick Gold und die Nummer zwei auf dem Weltmarkt, Newmont Mining, Zahlen melden. Und auch Agnico-Eagle ist heute mit von der Partie.


Nein, ich meine es tut sich wieder etwas in Sachen Übernahmen beziehungsweise Streaming-Verträgen. Sandstorm und Yamana haben gestern einen durchaus beachtlichen Streaming-Deal über 152 Millionen Dollar bekannt gegeben. Und auch wenn wir an dieser Stelle meistens über den Goldpreis sprechen: Ein 152-Millionen-Dollar-Deal ist es durch Wert, ein bis zwei Worte darüber zu verlieren.

Cash vorab


Sandstorm sichert sich einen Teil der künftigen Produktion von Yamana und erhält im Gegenzug Cash. Und Cash kann das Unternehmen gut gebrauchen. Yamana wird damit einen Teil der in Anspruch genommen Kreditlinie zurückzahlen. Das wird das Finanzergebnis bei Yamana verbessern. Das ist bei dem Goldproduzenten auch bitter nötig. Nicht zuletzt durch die Osisko-Übernahme hat der Konzern einiges an Schulden aufgebaut.

Auf Tauchfahrt

Die Börse hat die Sandstorm-Aktie gestern nach Bekanntgabe des Deals auf Tauchfahrt geschickt. Das liegt sicherlich auch daran, dass Sandstorm gleichzeitig eine Kapitalerhöhung über rund 25 Millionen Dollar bekannt gegeben hat. Dennoch: Für Sandstorm macht das Geschäft durchaus Sinn. Sandstorm hatte in der Vergangenheit nicht immer ein glückliches Händchen in Sachen Streaming. Einige Deals haben sich nie ausgezahlt, es gab sogar Pleiten von Unternehmen, die von Sandstorm Geld erhalten hatten. Deshalb setzt Sandstorm jetzt wohl auf einen großen Produzenten.

Cashflow steigt


Sandstorm bekommt einen Silber-Streaming-Vertrag für die Cerro Moro Mine in Argentinien und einen Kupfer-Streaming-Vertrag für die Chapada-Mine in Brasilien. Mit anderen Worten: Von diesen Minen bekommt Sandstorm künftig Silber und Kupfer geliefert. Ab dem kommenden Jahr wird sich der Cashflow durch den Deal um 10 Millionen Dollar – oder 30 Prozent – erhöhen. Das ist ein durchaus beachtliches Geschäft für beide Parteien.

Die Börse reagiert derzeit etwas nervös auf solche Geschäfte.Das ist verständlich. Dabei ist viel Geld im Spiel und im Rohstoffbereich wurde in den vergangenen Jahren wenig Geld verdient. Dennoch: Es ist richtig, in der jetzigen Phase zu investieren, da die Verträge mit steigenden Rohstoffkursen wieder teurer werden. Die Reaktion der Börse war in diesem Fall übertrieben.

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