SAP
- Maximilian Steppan - Volontär

SAP: Das müssen Anleger zu den Q2-Zahlen wissen!

Traditionell als erster DAX-Konzern eröffnet der Softwarehersteller SAP am kommenden Dienstag die Quartalssaison. Im Vorfeld geben einige Analysten ihre Einschätzung zu den anstehenden Zahlen ab und korrigieren ihre Kursziele nach oben. Charttechnisch hat sich die Lage ebenfalls verbessert.

Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) dürften weniger stark klettern als der Umsatz. Analysten rechnen im Schnitt mit 1,41 Milliarden Euro und damit gut 14 Prozent Wachstum. Das Jahresziel von währungsbereinigt 5,6 bis 5,9 Milliarden Euro ist laut den Experten nicht in Gefahr.Starkes Wachstum in der Cloud und Rückgänge bei den Lizenzen: Das drückt üblicherweise auf die Gewinnmarge, weil die Erlöse im Mietmodell über die Zeit fließen und nicht in großen Einmalbeiträgen.

Fokus auf Kundenzahlen

Womöglich rücken für die Beurteilung der Zahlen auch andere Kennziffern stärker in den Fokus - Kundenzahlen der im Frühjahr gestarteten neuen Version der Kernsoftware S4 etwa, die auf der schnellen Datenbanktechnik Hana basiert. Diese könnten Investoren etwas Aufschluss zum neuen Produktzyklus beim Weltmarktführer für Unternehmenssoftware geben, schreibt Barclays-Analyst Gerardus Vos. Er rechnet bis Jahresende mit 1.200 Kunden für das Programmpaket und 130 Millionen Euro Umsatz - der aber bis 2020 auf über 4,1 Milliarden anschwellen soll.

Die Deutsche Bank hat SAP von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 64 auf 78 Euro angehoben. Die moderateren, mittelfristigen Ziele des Softwareherstellers erschienen sehr realistisch und das Management dürfte liefern, schrieb Analyst Alex Tout in einer Studie vom Mittwoch. Die Ergebnisqualität werde besser. Mit der Datenbanktechnik Hana und auch dem Cloudgeschäft sollte das DAX-Unternehmen Marktanteile gewinnen.

Ähnlich sieht das Laurent Daure von der französischen Investmentbank Kepler Cheuvreux: Gerade die schlechten Nachrichten rund um Griechenland könnten gegen Quartalsende die Nachfrage europäischer Kunden belastet haben - also zum Zeitpunkt, an dem die meisten Verträge eingetütet werden. Für UBS-Experte Michael Briest aber halb so schlimm: Eine gute Entwicklung in Asien und Nordamerika dürfte das abfedern. Zuletzt hatte der US-amerikanische Erzrivale Oracle vor allem mit einer Schwäche im Lizenzgeschäft enttäuscht.

Charttechnisch gesehen hat die Aktie hat den kurzfristigen Abwärtstrend nach oben verlassen. Als Zielzone gilt nun das Allzeithoch aus dem April 2015 bei 70,81 Euro.

An Bord bleiben

Wie zuletzt berichtet, hat sich die charttechnische Lage in den vergangenen Handelstagen verbessert. Investierte Anleger bleiben dabei. Sollten die Zahlen widererwartend enttäuschen und der Kurs unter Druck geraten, wäre das aus Sicht des AKTIONÄR eine willkommene Einstiegsgelegenheit. Denn mittelfristig bleibt die Aktie attraktiv. Die Konzentration auf das zukunftsträchtige Cloud-Geschäft wird sich auszahlen.

(mit Material von dpa-AFX)


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