DAX
- Maximilian Völkl

Die Fed im Fokus: Was macht der DAX?

Nach der Achterbahnfahrt im Anschluss an die EZB-Entscheidung müssen sich Anleger in der kommenden Woche auf den nächsten wichtigen Termin einstellen. Im Fokus steht dabei weiterhin die Geldpolitik der Notenbanken. Nach der EZB rückt nun die Fed in den Mittelpunkt. Am Mittwochabend verkündet die US-Notenbank ihre Leitzinsentscheidung.

Experten erwarten von der Fed eine ruhige Hand. Veränderungen sind kaum zu erwarten. Im Dezember hatten die Währungshüter in den USA zum ersten Mal seit der Finanzkrise ihren Leitzins erhöht. Daneben liegt das Augenmerk in der kommenden Woche vor allem auf den europäischen Autoabsatzzahlen, dem strategischen Ausblick des neuen Vorstandsvorsitzenden von BMW und den Bilanzen der DAX-Konzerne Munich ReLufthansa und HeidelbergCement.

Aktien alternativlos

„Unternehmensdaten taugen derzeit aber nur noch als Beiwerk. Gehandelt werden primär das Abwerten von Währungen und die Erwartung an die Notenbanker“, sagte Daniel Saurenz von Feingold Research. Im aktuell absurden Umfeld fehle es neben Aktienanlagen aber weiter an Alternativen. Immobilien seien eigentlich überteuert, würden aber von einer Blase am Anleihemarkt sogar noch ausgestochen: „Nimmt man dann Aktien in den Vergleich, wirken sie überaus günstig“, so Saurenz.

Entsprechend sind die Chancen für den zuletzt wiedererstarkten Aktienmarkt gut. „Nach der EZB-Entscheidung schwankte der Aktienmarkt zwischen Euphorie durch die Ausweitung der Geldflut und Trübsal, da die EZB ihr letztes Pulver verschossen haben könnte", erklärte Uwe Eilers, Vorstand von Geneon Vermögensmanagement. Zum Wochenabschluss habe sich dann aber die Hoffnung auf positive Auswirkungen durch Nullzinsen und Belohnungen für Kreditvergaben durchgesetzt. „Es wird immer schmerzhafter, Geld nicht in Produktivvermögen zu investieren. Das gilt sowohl für institutionelle Anleger, aber erst recht für Privatanleger.“ Eilers glaubt auch, dass der DAX wieder deutlich über 10.000 Punkte steigt.

Aufmerksam bleiben

Beim DAX muss sich eine klare Richtung herausbilden. Es gilt jetzt, den Markt aufmerksam zu beobachten. Gelingt der Sprung über den Widerstand bei 9.900 Punkten, sollten Anleger wieder auf der Long-Seite einsteigen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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