- DER AKTIONÄR

Die Aktionärsbank ist da - "Wir wollen das innovativste Angebot am Markt bieten"

Der Markt für Onlinebroker hat mit der Aktionärsbank einen Wettbewerber mehr. DER AKTIONÄR sprach mit Geschäftsführer Dirk Piethe über das Angebot der Direktbank.

DER AKTIONÄR: Herr Piethe, warum braucht Deutschland die Aktionärsbank?

DIRK PIETHE: Wir glauben, dass die Aktionärsbank das innovativste Angebot am Markt im Sinne der Handelsfunktionalität bietet. Die Aktionärsbank ist der erste Onlinebroker, der alle Assetklassen auf einer Plattform anbietet – dies nicht nur stationär, sondern insbesondere auch mobil. Und das Ganze auch mit einem führenden, güns­tigen und sicher auch transparenten Preismodell.

Mit welchen Preisen können Kunden der Aktionärsbank rechnen?

Das Wichtigste ist unserer Meinung nach, dass Kunden mit den Preisen, die wir heute anbieten, auch morgen rechnen können. Das heißt – unabhängig von der Ordergröße – für börsliche Transaktionen 5,00 Euro, für außerbörsliche Trades 5,90 Euro und über unsere Premiumhandelspartner sogar für tatsächlich 0 Euro. Das sind keine Lockangebote, sondern nachhaltige Angebote, auf die sich Kunden im Rahmen unseres Qualitätsversprechens verlassen können.

Was würden Sie als die Kernkompetenzen Ihrer Bank bezeichnen?

Auf der einen Seite die technische Innovation und auf der anderen Seite ein wirklich attraktives Preismodell. Warum soll ein Kunde bei anderen Banken ein Vielfaches für seine Transaktionen bezahlen, zumal er bei uns auch ein besseres Angebot erhält?

Einige große Anbieter steuern auf das Thema Allfinanz zu und bieten neben dem Wertpapierhandel auch viele andere Produkte wie zum Beispiel Konsumentenkredite, Zahlungsverkehr oder Baufinanzierung an. Unser Fokus liegt ganz klar beim Wertpapierhandel, da dieser Bereich nach wie vor seine eigenen Anforderungen hat, die man nicht einfach nur in einem großen Produkt „nebenher abhandeln kann“.

Wie passt dann die Kreditkarte in das Angebot der Aktionärsbank?

Wir werden ab Mai eine Kreditkarte anbieten, die über die normale Funktion hinausgeht. So kann der Kunde über Cash verfügen. Er kann seine Kreditkartenausgaben aber auch gegen seine Depotwerte verrechnen. Der Kunde kann also seine Anlagestrategie weiterhin verfolgen und verfügt aber bei Bedarf über ausreichend Cash. Zudem ist die Inanspruchnahme des Kredits mit einem Zins von 4,5 Prozent erheblich günstiger als beispielsweise ein Kontokorrentkredit bei der Hausbank.

Welche konkreten Möglichkeiten zum Mobile Banking haben Kunden der Aktionärsbank?

Ziel unseres mobilen Service ist, alle Anwendungen, die stationär zur Verfügung stehen, in der gleichen Art und Weise auch auf allen mobilen Endgeräten anzubieten. Das ist uns meiner Meinung nach auch gut gelungen. Parallel dazu bieten wir gerade für den „Special-Interest-Kunden“ im Bereich CFD/FX eine sehr innovative und leicht bedienbare neue CFD-App an. Wir bringen eben nicht nur die Information in die mobile Funktion, sondern wir haben auch die Transaktion auf den mobilen Plattformen neu definiert.

Gibt es bereits Erfahrungswerte, wie sich der Umsatzanteil auf den mobilen und den stationären Handel verteilt?

Wir wissen von Wettbewerbern, dass etwa 30 Prozent des Transaktionsvolumens mobil abgehandelt werden – mit steigender Tendenz. Das Thema mobiles Handeln ist bei fast jedem Anbieter etabliert. Unser Anspruch ist, hier einen neuen Standard zu setzen. Ob von zu Hause oder am Arbeitsplatz, der Kunde der Aktionärsbank ist immer gut über das Marktgeschehen informiert und kann schnell und komfortabel reagieren.

Das Thema Sicherheit der Einlagen und natürlich auch des Onlinekontos spielt für Kunden mittlerweile eine immer wichtigere Rolle. Bis zu welchem Betrag ist das Geld gesichert?

Die Aktionärsbank ist eine Vollbank, auch wenn wir unsere Produkte derzeit auf den Wertpapierhandel sowie dessen Nebenbereiche konzentrieren. Die Sicherheit, die sich daraus ergibt, ist, dass wir neben der gesetzlichen auch der freiwilligen Einlagensicherung beigetreten sind.

Für jede neue Bank ist es in Deutschland generell vorgesehen, dass der Cashbestand in den ersten drei Jahren bis zu 250.000 Euro geschützt ist. Die Wertpapiere der Kunden sind als gesondertes Vermögen ohnehin sichergestellt und würden nicht in eine Insolvenzmasse fallen.

Ein weiterer Aspekt, der ja aktuell sehr wichtig ist: Die Aktionärsbank wird keine Eigenhandelsgeschäfte ausführen. Das heißt, wir konzentrieren uns ganz auf die konservative und kurzfristige Anlage der Kundengelder. Wir werden nicht mit den Einlagen der Kunden eigene Spekulationen betreiben.

Bezüglich der technischen Sicherung sind wir auf dem allerneuesten Stand der Technik, insbesondere was den Schutz vor Angriffen von außen, IT-Sicherheit oder SSL-Daten-Verschlüsselung angeht.

Mit welchen konkreten Kundenzahlen rechnen Sie?

Wir rechnen im ersten Jahr mit etwa 23.000 Kunden. Diese Zahl ermittelt sich auf Basis der Erfahrungswerte, die wir aus unserer Marktkenntnis in den letzten Jahren haben. Das ist in einem Markt von 3,5 bis vier Millionen Online­broker-Kunden sicherlich nicht unrealistisch. Uns geht es auch nicht allein um die Kundenzahlen, sondern uns geht es vor allem darum, die Kunden zu erreichen, die besonders wertpapieraffin und eben auch aktiv sind. Wir glauben, dass wir in den kommenden drei bis fünf Jahren insbesondere bei den abgewickelten Transaktionsvolumen unter den Top 3 der deutschen Onlinebroker sein werden.

Warum gibt es innerhalb der flatex-Gruppe mit der Aktionärsbank nun eine weitere Direktbank?

Die flatex hat den Markt seit 2006 durch ihr Preismodell revolutioniert. Sie hat mit ihren inzwischen über 125.000 Kunden eine beispielhafte Entwicklung vollzogen. Wir glauben aber, dass die Aktionärsbank als zusätzliche Marke über anwendungsfreundliche und innovative Handelsplattformen eine sehr gute Ergänzung bietet. Wir schaffen keinen zusätzlichen ruinösen Preisdruck, sondern bleiben auf dem gleichen Preisniveau wie die flatex. Der Kunde wird daher am Ende des Tages entscheiden, welche Plattform am besten zu seinen individuellen Anforderungen passt.

Was könnte Ihrer Ansicht nach die Kunden motivieren, zur Aktionärsbank zu wechseln?

Wir bieten Anlegern mit unserem Angebot neue Potenziale und sind gerade durch unsere Anwendungstechnologie auch für Trader, die nur gelegentlich handeln, attraktiv. Wir sind daher für aktive Trader, aber auch für Filialbankkunden, die bei Weitem nicht über die gleichen Informationen und Handlungsmöglichkeiten verfügen, attraktiv.

Herr Piethe, vielen Dank für das Interview.

Hier geht es zur Videotour der Aktionärsbank:

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