Deutsche Telekom
- Stefan Limmer - Redakteur

Deutsche Telekom setzt auf Glücksspiel

Die Deutsche Telekom hat weiter Interesse an einem Einstieg in den milliardenschweren Glücksspielmarkt und will deshalb einen Sportwettenanbieter übernehmen. Die Telekom-Aktie arbeitet sich währenddessen langsam an den markanten Widerstand bei 12 Euro heran.

Ein Sprecherin der Telekom bestätigte, dass der Konzern eine Mehrheit an der Deutschen Sportwetten GmbH (DSW) an. Die Süddeutsche Zeitung  hatte zuvor über die Pläne berichtet. Die Telekom hatte bereits vor einem Jahr Interesse an einem Einstieg in diesen Markt bekundet und mitgeteilt, dass sie sich um eine Lizenz für das Glücksspielgeschäft bemüht. 

Die DSW-Übernahme ist allerdings davon abhängig, ob das Unternehmen eine staatliche Konzession für Sportwetten erhält. Diese war ihm nach Informationen der  Süddeutschen Zeitung  vom hessischen Innenministerium in Aussicht gestellt worden. Es gelte aber noch eine 15-tägige Stillhaltefrist, sagte die Telekom-Sprecherin. Hessen kümmert sich im Auftrag der Länder, die das Glücksspiel kontrollieren, um die Sportwetten. In Deutschland sind 20 Lizenzen vorgesehen. Die DSW landete bei einem Auswahlverfahren nach Angaben der Zeitung auf Platz elf. 

Neuer Bieter

Bewegung kam zudem in eine mögliche Übernahme der amerikanischen Mobilfunktochter T-Mobile US. Mit dem TV-Satellitenanbieter Dish offenbar ein weiterer Interessent im Spiel. Dish-Chef Charlie Ergen habe den deutschen Konzern kontaktiert, um über einen möglichen Kauf von T-Mobile US zu sprechen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. 

Im Aufwind

Von dem zuletzt starken Newsflow profitiert die Telekom-Aktie.  Das Papier hatte zuletzt die wichtige Unterstützung bei 11,00 Euro verteidigt und schickt sich nun an, das Anfang August aufgerissene Gap zu schließen. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 10,50 Euro weiter investiert. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf weiter steigende Kurse.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

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