Deutsche Post
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Post: StreetScooter statt Tesla

Die Elektromobilität in Deutschland kommt trotz staatlicher Subventionen nur schleppend in Gang. Einer der größten Profiteure der Umweltprämie war im September indes nicht einmal einer der „üblichen Verdächtigen“, sondern der StreetScooter der Deutschen Post, auf den fast die Hälfte der Anträge entfiel.

So sorgte laut dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle der StreetScooter im vergangenen Monat für 43 Prozent der insgesamt 4.241 Anträge für E-Autos. Damit hat sich der Lieferwagen, der zunächst nur von der Post selbst genutzt wurde und seit einigen Monaten auch an Dritte verkauft wird, nun bereits auf den fünften Platz bei den meisten Anträgen seit Einführung im Jahre 2016 geschoben.

Angeführt wird die Liste aktuell von BMW (13.910 Anträge) vor VW (11.986), Smart (9.501) und Renault (9.017). Für den StreetScooter wurden nun insgesamt 6.644 Umweltprämien beantragt.

Eine Erfolgsstory, aber …
Der StreetScooter könnte tatsächlich zu einer echten Erfolgsstory der Deutschen Post werden. Allerdings sollten die Auswirkungen auf das Konzernergebnis nicht überbewertet werden. Selbst im Falle des (unwahrscheinlichen) Verkaufs der gesamten Produktion des Kölner Werks, würde der StreetScooter weniger als ein Prozent zum Gesamtumsatz beitragen.

Abwarten
Rein charttechnisch betrachtet sieht es bei der Deutschen Post – natürlich ähnlich wie bei fast allen DAX-Aktien nach den heftigen Rückgängen Mitte der Woche – eher trüb aus. Ein Neueinstieg drängt sich vorerst nicht auf. Bereits investierte Anleger beachten den Stopp bei 27,10 Euro.

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