Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank vs. Goldman Sachs: Unterschied wie Tag und Nacht

Die amerikanischen Banken haben bei den Quartalszahlen geliefert. Den Höhepunkt bildete gestern Goldman Sachs mit einem Gewinn, der deutlich über den Erwartungen lag. Die Deutsche Bank fällt dagegen immer mehr zurück.

Im abgelaufenen Quartal konnte Goldman Sachs den Gewinn um annähernd 50 Prozent auf 2,09 Milliarden Dollar hochschrauben. Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen. Auch beim Umsatz legte der Platzhirsch zu. Die Erlöse stiegen um 19 Prozent auf 8,17 Milliarden Dollar.

Starkes Handelsergebnis gibt US-Banken Rückenwind

Die amerikanischen Großbanken konnten ausgerechnet aus der Unsicherheit rund um den Brexit Kapital schlagen. Denn der Anleihehandel legte dadurch sprunghaft zu. Die Deutsche Bank konnte davon offenbar nicht profitieren. Während JPMorgan im dritten Quartal 4,3 Milliarden Dollar alleine im Anleihengeschäft umsetzte, rechnen Experten bei der Deutschen Bank mit einem Rückgang der Einnahmen im Handelsgeschäft auf 2,1 Milliarden Euro.

Am 27. Oktober haben Anleger mehr Klarheit. Dann will die Deutsche Bank ihre Zahlen zum dritten Quartal präsentieren. Auch für den Gewinn bei der Deutschen Bank im abgelaufenen Quartal sehen die Analysten aber schwarz. Bereinigt um Sondereffekte wird ein Ergebnis von nur 90 Millionen Euro erwartet. Rechnet man die Sondereinflüsse heraus, dürfte sogar ein Verlust von 108 Millionen Euro stehen, so die Experten.

Spannung vor den Zahlen

Bei den Zahlen zum abgelaufenen Quartal kann die Deutsche Bank eigentlich nur positiv überraschen. Zur Topliga der globalen Investmentbanken gehört sie längst nicht mehr. Und sie fällt weiter zurück. Zu der Ertragsschwäche und dem Kostenproblem kommen noch die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten. Die größte Herausforderung für CEO Cryan ist derzeit der Hypothekenstreit in den USA. Derzeit eigenen sich die Aktien der Deutschen Bank nur für Trader.

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