Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank und Co: Neuer Ärger in den USA?

Mindestens vier der acht systemrelevanten Banken in den USA steht laut einem Medienbericht eine harte Beurteilung ihrer Testamente bevor. Das zeigt: Die Branche hat noch sehr, sehr viel zu tun.


Die US-Aufseher bewerten offenbar die Notfall-Abwicklungspläne einiger US-Banken als mangelhaft, so das Wall Street Journal. Auch vier ausländische Banken, darunter die Deutsche Bank, sollen noch in dieser Woche eine Beurteilung ihrer Testamente erhalten.

Der Hintergrund: US-Großbanken sollen dem Steuerzahler nie mehr zur Last fallen. Deswegen müssen die Unternehmen den Behörden darlegen, wie sie sich im Falle des Falles selbst abwickeln können, ohne eine Katastrophe auszulösen.

Dabei bleiben, Stopp beachten

Sollten die US-Aufseher die Pläne der Deutschen Bank als mangelhaft zurückweisen, würde dies ohne Frage auf die Stimmung drücken. Am Mittwochmorgen wird das Sentiment durch eine skeptische Studie von Credit Suisse belastet. Die Analysten haben das Kursziel auf 17 Euro (von 20 Euro) gesenkt, das Rating lautet weiterhin „Neutral“. Mutige Anleger, die dabei sind, setzen den Stopp bei 13,20 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Der Basel-IV-Schreck

Die Deutsche Bank hat mit der jüngsten Kapitalerhöhung im April die harte Kernkapitalquote auf 14,1 Prozent hochgeschraubt. Die Bank hat damit nach der HSBC, die auf 14,3 Prozent kommt, in Europa die zweithöchste Kapitalausstattung. Diskussionen um eine zu geringe Kapitaldecke sollten damit … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Gefahr heißt Trump

Die Deutsche Bank ist größte Gläubigerin des US-Präsidenten. Im Hypothekenstreit des vergangenen Jahres wurde das dem Konzern noch als Vorteil ausgelegt. Marktteilnehmer vermuteten wohl zurecht, Trump hätte wegen seiner Geschäftsbeziehungen nach Frankfurt kein Interesse an einer zu hohen Strafe für … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Das will die HNA Group wirklich

Der chinesische Mischkonzern HNA Group ist in Deutschland bis vor kurzem nahezu unbekannt gewesen. Der Einstieg bei der Deutschen Bank im Frühjahr diesen Jahres hat das aber geändert. Die Chinesen haben im Zuge der jüngsten Kapitalerhöhung im April ihren Anteil überraschend auf 9,9 Prozent … mehr