Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Top-Manager weg - aber die Aktie läuft

Die Deutsche Bank muss einen weiteren Rückschlag beim Führungspersonal wegstecken. Das macht den Anlegern am Dienstag allerdings nichts weiter aus. Sie kaufen weiter Deutsche-Bank-Aktien.


Der für das Fondsgeschäft zuständige Vorstand Quintin Price nimmt eine krankheitsbedingte Auszeit, wie Co-Konzernchef John Cryan in einer Mitteilung an die Mitarbeiter des größten deutschen Geldhauses schrieb. Die operativen Aufgaben bei der Fondstochter Deutsche Asset Management soll zunächst deren Asien-Manager Jon Eilbeck übernehmen. Cryan selbst will die Fondstochter im Vorstand vertreten.

Der Price war vom US-Vermögensverwalter Blackrock geholt worden und erst im vergangenen Jahr zur Bank gestoßen. Die Personalie gehörte zum großen Personalumbau in der Führungsriege des designierten alleinigen Chefs Cryan. Wie lange er ausfallen wird, wurde nicht bekannt. Bis auf Weiteres werde er sich aber vollständig darauf konzentrieren, wieder gesund zu werden, hieß es. Ende März hatte die für die Einhaltung regulatorischer Vorschriften zuständige Managerin Nadine Faruque das Geldhaus verlassen.

Nächster Widerstand bei 16 Euro

Die Aktie der Deutschen Bank setzt ihre Aufwärtsbewegung am Dienstag fort. Im frühen Handel gewinnt das Papier 0,7 Prozent auf 15,73 Euro. Der nächste Widerstand wartet bei 16 Euro. Wird er geknackt, rückt der seit Oktober gültige Abwärtstrend in den Fokus, der aktuell bei 17,50 Euro verläuft. Investierte Anleger bleiben dabei und setzen den Stopp bei 13,20 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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