Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Nomura mag Credit Suisse lieber - Aktie hängt fest

Am Donnerstag reden alle über die Commerzbank. Deutschlands Nummer 2 hat gute Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Fast unter geht ein Analystenkommentar von Nomura zu den europäischen Investmentbanken.

Ohne Gewinndynamik sei das Potenzial für Neubewertungen der europäischen Investmentbanken kurzfristig begrenzt, lautet das Ergebnis einer Studie von Nomura. Die Japaner halten die Schweizer Bank Credit Suisse für die beste Wahl, angesichts niedriger Rechtsrisiken.

Bemerkenswert sei, dass die europäischen Banken im dritten Quartal ihre Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten erhöht haben. Die Unsicherheiten wegen der Rechtsstreitigkeiten werden laut Nomura bleiben und könnten kurzfristig die Dividenden belasten.

Vor allem die Deutsche Bank leidet schon lange unter den Rechtsrisiken. Trotzdem empfehlen 21 Analysten die Aktie des deutschen Marktführers zum Kauf. 18 Experten sagen „Halten“, sechs „Verkaufen“. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten beläuft sich auf 31,09 Euro, was einem Potenzial von 25 Prozent entspricht.

 

Für Geduldige

Eine günstige Bewertung ist noch lange kein Grund dafür, dass eine Aktie steigt. Das erfahren die Aktionäre der Deutschen Bank seit Monaten. Positiv ist, dass sich der Aktienkurs stabilisiert hat, was bedeutet, dass fast alle (Rechts)risiken im Kurs eingepreist sind. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung: Sobald der Markt nachhaltig anzieht, wird die sehr günstig bewertete Deutsche-Bank-Aktie ins Laufen kommen. Mutige bleiben dabei und setzen den Stopp bei 21,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Wie Phoenix aus der Asche

Das vergangene Jahr war wieder ein Horrorjahr für die Deutsche Bank. Viele Anleger hatten den Konzern schon abgeschrieben. Doch nun hat Vorstandsvorsitzender John Cryan geliefert: Die Zahlen zum ersten Quartal könnten die Trendwende eingeleitet haben; es geht wieder aufwärts. Analysten hatten im … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Stunde der Wahrheit

Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr wohl die größten Rechtsrisiken beseitigt, die auf dem Kurs gelastet haben. Seit der jüngsten Kapitalerhöhung sind zudem die Diskussionen um die Eigenkapitalbasis beendet. Bei Vorlage der Quartalszahlen am kommenden Donnerstag, 27. April, geht es deshalb … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank vor Zahlen: Jetzt zählt es

Die Deutsche Bank veröffentlicht am kommenden Donnerstag, 28. April, die Zahlen zum ersten Quartal. Nach Aussage von CEO John Cryan liefen die Geschäfte für den Konzern zu Jahresbeginn wieder besser, nachdem Rechtsstreitigkeiten in den USA im vierten Quartal 2016 die Bilanz noch verhagelt hatten. … mehr