Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Neue Regel gegen das Scheitern

Die weltweit größten Banken müssen in den kommenden Jahren weitere Sicherheitspolster aufbauen. Indes entwickeln sich die Aktien von Deutschlands größten Banken am Montag besser als der DAX.

Künftig werden den bedeutendsten Banken zusätzliche Puffer abverlangt, die im Fall einer Schieflage Verluste auffangen sollen. Die verbindlichen Standards dafür hat der Finanzstabilitätsrat (FSB) als Gremium der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) am Montag in Basel veröffentlicht. Demnach müssen bei den bedeutendsten Banken der Welt in zwei Schritten bis 2022 mindestens 18 Prozent der Bilanzrisiken zur Verlustabdeckung zur Verfügung stehen. Sie müssen damit jederzeit in Eigenkapital umwandelbar sein.

Mit den neuen Vorgaben wollen die G20 das globale Finanzsystem weiter stabilisieren. Ziel ist es, dass Großbanken bei Schieflagen nicht mehr mit Steuergeld gerettet werden müssen. Die Regeln sollen für jene Banken gelten, deren Scheitern das weltweite Finanzsystem aus den Angeln heben könnte. Zu dieser Gruppe gehören derzeit 30 Institute, darunter auch die Deutsche Bank. Bislang galten diese Institute als zu groß und zu vernetzt, so dass sie wegen der Folgerisiken nicht Pleite gehen konnten und der Steuerzahler einspringen musste.


Deutsche Bank oder Commerzbank?

Die Aktie der Deutschen Bank legt am Montag – genau wie die Aktie des Konkurrenten Commerzbank – gegen den Markt zu. Doch während die Aktie der Commerzbank aus charttechnischer Sicht viel versprechend aussieht, kämpft die Aktie der Deutschen Bank weiterhin mit der Marke von 26 Euro. Die Aktionäre werden wohl weiterhin eine Menge Geduld haben müssen mit der Deutschen Bank. Trader fahren besser mit der Commerzbank.

(Mit Material von dpa-AFX)

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