Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Jetzt sieht es richtig übel aus

Kein Tag ohne schlechte Nachrichten für die großen deutschen Banken. Am Montag sorgen pessimistische Studien von Exane BNP für schlechte Stimmung. Zudem geht weiterhin die Angst vor dem Brexit um.


Die Analysten von Exane BNP raten von einem Investment in die Deutsche-Bank-Konkurrenten Credit Suisse und UBS in den kommenden Monaten ab. Die Experten haben das Kursziel für Credit Suisse von 12,80 auf 11 Franken und für UBS von 15 auf 13 Franken gesenkt. Beide Aktien werden sich in der nächsten Zeit schlechter entwickeln als der Markt, so Exane BNP.

Dass die Aktie der Deutschen Bank am Montag nachgibt, liegt auch an der anhaltenden Angst vor dem Brexit. Ein britischer EU-Austritt hätte nach Einschätzung von Wissenschaftlern und Wirtschaftslenkern gravierende Konsequenzen für ganz Europa, weitere Risiken nicht inbegriffen. Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht neben drohenden unmittelbaren Folgen wie schwächerem Wachstum und weniger Handel auch die Gefahr, dass andere Länder später ebenfalls aus der Union ausscheren könnten.

Ähnliche Referenden in Euro-Staaten wie Italien und Frankreich würden aus seiner Sicht eine noch gefährlichere Unsicherheit bringen als ein Abschied des Vereinigten Königreichs, das nicht zu den Mitgliedern der Eurozone zählt. Bei einem Austritt Londons seien bereits steigende Kreditzinsen absehbar, die Investitionen bremsten. "Dazu kämen Turbulenzen auf den Finanzmärkten." Das britische Pfund würde - wie wahrscheinlich der Euro - an Wert verlieren.

Stopp bei 13,20 Euro beachten!

Die charttechnische Situation bei der Deutschen Bank verschlechtert sich dramatisch. Die Aktie nimmt nun Kurs auf neue Tiefs. Wer investiert ist, beachtet unbedingt den Stoppkurs bei 13,20 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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