Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Investoren haben kaum Hoffnung

Es dauert nur noch wenige Tage, dann gibt der Vorstand der Deutschen Bank bekannt, wie der deutsche Marktführer in der Zukunft aufgestellt sein wird. Laut einer Umfrage unter den Aktionären glauben nur die wenigsten an einen Befreiungsschlag.

Nur zwölf Prozent der Investoren glauben, dass die Deutsche Bank in der Lage ist, die richtige Strategie zu finden, berichtet das Handelsblatt. 48 Prozent der Investoren bevorzugten es, wenn die Deutsche Bank sich in ein Privat- und ein institutionelles Geschäft aufspaltet. Das Handelsblatt beruft sich auf eine Umfrage unter 49 internationalen Investoren, durchgeführt von Autonomous Research.

Aktie unter Druck

Angesichts solch schwacher Umfragewerte passt der jüngste Kursrutsch der Deutschen-Bank-Aktie gut ins Bild. Der Titel ging am Donnerstag mit einem Minus von 3,7 Prozent aus dem Handel. Damit rutschte die Aktie unter den seit Januar gültigen Aufwärtstrend und unter die Unterstützung bei 30,68 Euro vom vergangenen Mai.

Mittelfristig noch mit Luft nach oben

Die Charttechnik mahnt kurzfristig zur Vorsicht. Sollte die Investoren weiter Gewinne mitnehmen, dürfte die Aktie der Deutschen Bank schnell die Unterstützung vom Mai testen. Allerdings ist ein kurzfristiger Rücksetzer angesichts der starken Entwicklung der Aktie in den vergangenen drei Monaten völlig normal. Außerdem kann die Deutsche Bank in Anbetracht der niedrigen Erwartungshaltung eigentlich nur positiv überraschen, was die künftige Strategie angeht. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Kursziel von 40 Euro, der Stopp sollte bei 26,50 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Chinesen kommen

Die Deutsche Bank hat einen neuen Großaktionär. Laut hält Reuters hat das chinesische Finanzkonglomerat HNA für 755 Millionen Euro Aktien der Bank gekauft und hält damit mehr als drei Prozent der Anteile. Doch das könnte nur der Anfang sein: „Wir schließen nicht aus, unsere Beteiligung in moderatem … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Doch kein Postbank-Verkauf?

Obwohl Deutsche-Bank-CEO John Cryan bei der jüngsten Vorlage der Jahreszahlen kein Wort zur Postbank verlor, brennt das Thema den Anlegern weiter unter den Nägel: Im Raum steht ein Verkauf der Tochter oder eine Reintegration in den Mutterkonzern. JPMorgan hat sich jetzt zur Postbank geäußert. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Muss Ackermann zahlen?

Die derzeitige Krise der Deutschen Bank könnte auch durch Fehlverhalten ehemaliger Vorstände verursacht worden sein. Das zumindest prüft die Bank selbst. Bis zum 18. Mai sollten Aktionäre Klarheit haben, ob der Konzern deshalb von mehreren Ex-Vorständen Geld zurückfordern kann. Dann lädt das … mehr