Deutsche Bank
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Deutsche Bank greift durch

Im Skandal um die mögliche Manipulation an den Devisenmärkten hat jetzt die Deutsche Bank erstmals einen Händler suspendiert. Es bestehe der Verdacht, dass er Referenzkurse für Währungen manipuliert habe, berichtete die Welt (Mittwoch) unter Berufung auf mit den Untersuchungen vertraute Personen. Der Händler habe in New York gearbeitet und mit argentinischen Pesos gehandelt. Darüber hinaus gebe es inzwischen womöglich weitere Verdachtsfälle. Ein Sprecher des Instituts bestätigte lediglich, dass die Bank von Aufsichtsbehörden kontaktiert wurde.

Behörden weltweit untersuchen bereits seit vergangenem Herbst, ob es am Devisenmarkt ähnlich wie beim Referenzzins Libor zu Manipulationen gekommen ist. Verschiedenen Berichten zufolge wurden bei den Untersuchungen zum Devisenmarkt mehr als zwölf Banken kontaktiert - darunter auch die Deutsche Bank.



Viele Großbanken wie die britische Barclays, die Schweizer UBS oder die US-Häuser Citigroup und JPMorgan haben offenbar mindestens ein Dutzend Händler gefeuert. Die Deutsche Bank hatte sich bisher noch nicht zu diesem Schritt genötigt gesehen.

Klarer Kauf

In die Aktie ist das Gros der Ermittlungen gegen die Bank längst eingepreist. Die Deutsche-Bank-Aktie ist aus Sicht des AKTIONÄRs weiterhin ein klarer Kauf mit einem Kursziel von 47 Euro. JPMorgan sieht derzeit sogar eine "perfekte“ Situation bei der Deutschen Bank.

Mit Material von dpa-AFX.

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