Deutsche Bank
- Maximilian Völkl

Deutsche Bank: Es wird düster

Die Analysten verlieren zunehmend das Vertrauen in die Deutsche Bank. Der DAX-Titel kämpft erneut mit schlechten Meldungen. Die Aktie gehört für die UBS zu den schwächsten Werten der Branche. Charttechnisch ist die Lage ebenfalls nach wie vor kritisch.

Die Schweizer Großbank UBS hat zuletzt bereits die Gewinnprognose je Aktie gesenkt. Nun wurde die Deutsche Bank zudem auf die Liste der „Least Preferred Banks“ gesetzt.

Das Analysehaus S&P Capital IQ hat derweil das Kursziel von 39 auf 35 Euro gesenkt. Die Einstufung wurde jedoch auf „Hold“ belassen. Das Reinergebnis der Bank sei laut Analyst William Howlett im ersten Quartal wegen eines schwächeren Anleihehandels im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, habe dabei aber den Markterwartungen entsprochen. Mit Verweis auf strukturelle wie zyklische Herausforderungen für den Anleihehandel senkte der Experte zudem seine Gewinnprognosen je Aktie für die Jahre 2014 und 2015 um 21 beziehungsweise 13 Prozent.

Es dauert

Aktionäre der Deutschen Bank benötigen viel Geduld. Neben den negativen Studien ist auch die charttechnische Lage nicht vielversprechend. Seit dem Hoch bei 40,07 Euro ist der Titel in einem steilen Abwärtstrend gefangen. Erst wenn der Kurs nachhaltig aus diesem ausbricht, ist wieder Besserung in Sicht.

Attraktive Bewertung

Auf lange Sicht bleibt die Aktie dennoch aussichtsreich. Mit einem 2015er-KGV von 7 ist die Deutsche Bank sehr günstig bewertet. Die Rechtsrisiken belasten den Kurs zwar weiterhin, dennoch sollten diese auf dem aktuellen Niveau bereits eingepreist sein. Investierte Anleger bleiben dabei und beachten den Stoppkurs bei 30,50 Euro.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Andreas Deutsch | 1 Kommentar

Egbert Prior: Meine erste Aktie

Aller Anfang ist schwer an der Börse – das gilt sowohl für Profis als auch für Amateure. Exklusiv für den AKTIONÄR erinnert sich Egbert Prior, langjähriger Herausgeber der Prior Börse, an sein erstes Investment. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Hört doch endlich auf!

Am Anfang war es einfach nur lästig: Mehrere demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus forderten immer wieder Informationen von der Deutschen Bank über die Beziehungen zu Donald Trump. Der Konzern gilt als einer der größten Gläubiger des Präsidenten. Was anfangs nur wie ein politisches … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Eine Million ist zu wenig

Wer mehr als eine Million Euro anlegen kann, hat sich bislang bei der Deutschen Bank von „Normal-Investoren“ unterschieden. Der Konzern hat dieses Klientel gesondert von den normalen Privatkunden in der Vermögensverwaltung betreut. Damit soll jetzt Schluss sein, denn die Bank will auch hier sparen. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Vorsicht vor dem zweiten Quartal

Der Turnaround bei der Deutschen Bank ist in vollem Gange. Im Herbst will der Vorstand weitere Details zur Reintegration der Postbank in den Mutterkonzern bekannt geben. Und auch die organisatorische Abspaltung der Fondstochter Deutsche Asset Management für den Teilbörsengang soll dann … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Der Nebel lichtet sich

Die Reintegration der Postbank in die Deutsche Bank und der Teilbörsengang der Deutschen Asset Management sind nur ein Teil der neuen Strategie des Gesamtkonzerns: CEO John Cryan will sich auch von unprofitablen Geschäftsfeldern trennen und Segmente verkaufen, die nicht zum Kerngeschäft der Bank … mehr