Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Es geht schon wieder abwärts

Hat die Aktie der Deutschen Bank bald eine 1 vorne stehen? Am Freitag setzt sich der Abwärtstrend fort. Die Aktie verliert im frühen Handel bei Lang & Schwarz knapp ein Prozent auf 24,33 Euro. Für schlechte Stimmung sorgt die US-Bankenaufsicht.

Die US-Bankenaufsicht erhöht offenbar den Druck auf Deutschlands größtes Geldhaus: Wegen Mängeln beim Risiko-Management sei die Deutsche Bank von den Regulierern angezählt worden, berichtet das Wall Street Journal. Zehn Mängel seien in Prüfungsprotokollen als "gravierend" bewertet worden - bis Mitte 2015 müssten die Probleme behoben sein. Die Deutsche Bank steht in den USA schon länger im Fokus der Regulierer. Die Behörden bemängeln Buchführung, interne Kontrollen und technische Systeme.

Maßnahmen ergriffen

Bereits Anfang Dezember hatte Deutschlands größte Bank angekündigt, eine Milliarde Euro zu investieren, "um ihre Systeme und Kontrollen auf den bestmöglichen Stand zu bringen". Um steigenden Anforderungen von Aufsehern und Regulatoren besser gerecht zu werden, hatte die Deutsche Bank zudem die Einstellung von konzernweit 1.300 Mitarbeitern angekündigt, davon etwa 500 in den USA. Die US-Regulierer nehmen die Tochtergesellschaften ausländischer Banken nach den Erfahrungen der Finanzkrise verschärft unter Beobachtung.

Nur für Mutige

Die charttechnische Situation bei der Deutschen Bank verschlechtert sich immer mehr. Derzeit nützt auch die sehr günstige Bewertung (2015er-KGV: 9) nichts. Wichtig ist nun, dass die Unterstützung im Bereich 24 Euro hält. Sonst könnte es schon bald Richtung 20 Euro gehen, dem Tief vom September 2011. Nur mutige Anleger sollten bei der Deutschen Bank einsteigen und den Stopp bei 20,50 Euro setzen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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