Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Die Prognosen der Profis

Experten sind sich uneins, ob die seit Mitte Oktober laufende Erholungsrallye anhält. Manfred Mühlheim von der Privatbank Südwestbank ist sich sicher: Es geht weiter aufwärts. Die Landesbank Helaba warnen indes vor Euphorie.

„Die Stimmung ist gut und mit rekordverdächtigen deutschen Exporten im September sowie einer weiter expansiven Geldpolitik seitens der EZB steht einem weiteren Kursanstieg des DAX wenig im Weg“, sagt Manfred Mühlheim. „Immerhin verfolgt die Zentralbank das Ziel, bis 2016 eine Billion Euro in die Finanzmärkte zu pumpen.“

Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg sieht indes das DAX-Rekordhoch bei 10.50,98 Punkten aus dem Juni „momentan außer Reichweite“. Die jüngsten Quartalsberichte in den USA und Europa hätten zwar per saldo die Erwartungen knapp übertroffen, die Ausblicke seien aber eher vorsichtig ausgefallen. Wegen der hierzulande schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollten die Erwartungen allerdings schon so gedämpft sein, dass negative Überraschungen deutscher Unternehmen die Ausnahme bleiben sollten.

Für Daniel Saurenz von Feingold Research "läuft die Jahresendrally auf vollen Touren". Nach einem Anstieg um fast 1000 Punkte sei der Dax allerdings "anfällig für Gewinnmitnahmen", warnte der Analyst. Es gebe weiter ungelöste Probleme, die verdrängt und von der Geldpolitik der Notenbanken überlagert würden. Für die Aktienmärkte spreche aber, dass die Alternativen für die Anleger "angesichts von Nullzinsen sehr rar gesät sind".

Dagegen hält Marktstratege Markus Reinwand von der Landesbank Helaba die Chancen auf einen weiteren Gipfelsturm für "nicht besonders gut". Reinwand gibt die schwache Kursentwicklung börsennotierter Zeitarbeitsfirmen seit Jahresbeginn zu denken. Sie sei ein konjunktureller Frühindikator, da sich die Unternehmen bei schlechten Geschäftsaussichten als erstes von ihren Leiharbeitern trennten.

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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