Deutsche Bank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche-Bank-Aktie auf dem Vormarsch - JPMorgan und Goldman Sachs sei Dank

Deutsche Bank DB 20140121

Die Banken-Analysten in Amerika müssen sich die Frage gefallen lassen, wie sie auf die Prognosen für die Quartalszahlen der großen US-Institute gekommen sind. Nach der Citigroup haben am Dienstag mit JPMorgan und Goldman Sachs zwei weitere US-Banken die Konsensschätzungen für das zweite Geschäftsquartal weit übertroffen. Den Anlegern hierzulande ist das egal - sie kaufen, insbesondere die Deutsche Bank.

An dieses Bild muss man sich erst wieder gewöhnen: Die Aktie der Deutschen Bank nimmt zur Stunde Platz 1 unter den DAX-Gewinnern ein. Die überraschend guten Zahlen aus Amerika wirken sich also auch auf das krisengeschüttelte DAX-Institut aus.

US-Banken schlagen Erwartungen deutlich

JPMorgan Chase hat zwar weniger verdient, lag aber deutlich über den Schätzungen der Analysten. Die hatten ein bereinigtes Ergebnis von 1,31 Dollar je Aktie erwartet, herausgekommen sind 1,59 Dollar. Ein schleppend laufender Handel mit Aktien und Anleihen hat am Gewinn der größten US-Bank genagt, erklärte der an Krebs erkrankte Bankchef Jamie Dimon am Dienstag in New York. Es habe einen "branchenweiten Gegenwind in den Finanzmärkten und dem Hypothekengeschäft" gegeben. Dennoch habe sich die Bank gut geschlagen. "Gegen Ende des Quartals haben wir ermutigende Zeichen quer durch unsere Geschäfte gesehen."

Auch Goldman Sachs hat die Erwartungen des Marktes deutlich geschlagen. Die Analysten hatten im Schnitt mit Erträgen von rund acht Milliarden Dollar und einem Gewinn von 3,09 Dollar pro Aktie gerechnet. Das Institut verdiente jedoch bei Erträgen von 9,13 Milliarden Dollar 4,10 Dollar pro Aktie.

Leichte Erholung

Die beiden Banken im DAX können von den starken US-Zahlen profitieren. Die Aktie der Deutschen Bank notiert sogar wieder über der wichtigen 26-Euro-Marke. Die Commerzbank arbeitet sich langsam wieder nach oben, verbucht aber immer noch ein Minus gegenüber dem Vortag. In der aktuellen Ausgabe hat DER AKTIONÄR die beiden Großbanken noch einmal genauer unter die Lupe genommen und quasi einem Stresstest unterzogen. Ausgabe Nr. 30/2014 steht hier für Sie als ePaper zum Abruf bereit.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Chinesen kommen

Die Deutsche Bank hat einen neuen Großaktionär. Laut hält Reuters hat das chinesische Finanzkonglomerat HNA für 755 Millionen Euro Aktien der Bank gekauft und hält damit mehr als drei Prozent der Anteile. Doch das könnte nur der Anfang sein: „Wir schließen nicht aus, unsere Beteiligung in moderatem … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Doch kein Postbank-Verkauf?

Obwohl Deutsche-Bank-CEO John Cryan bei der jüngsten Vorlage der Jahreszahlen kein Wort zur Postbank verlor, brennt das Thema den Anlegern weiter unter den Nägel: Im Raum steht ein Verkauf der Tochter oder eine Reintegration in den Mutterkonzern. JPMorgan hat sich jetzt zur Postbank geäußert. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Muss Ackermann zahlen?

Die derzeitige Krise der Deutschen Bank könnte auch durch Fehlverhalten ehemaliger Vorstände verursacht worden sein. Das zumindest prüft die Bank selbst. Bis zum 18. Mai sollten Aktionäre Klarheit haben, ob der Konzern deshalb von mehreren Ex-Vorständen Geld zurückfordern kann. Dann lädt das … mehr