Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Wie viel ist genug?

Bei der Deutschen Bank beschäftigt derzeit vor allem eine Frage die Anleger: Wie viel muss das Geldhaus zahlen, um sich vom aktuell größten Rechtsstreit freizukaufen? Das hat auch große Auswirkungen auf den künftigen Kurs.

Die US-Bank JPMorgan hat nach Berichten von "Bloomberg" durchgerechnet, wie der Markt auf die Strafzahlung der Deutschen Bank in den USA reagieren könnte. Demnach gehen die Experten davon aus, dass die Deutsche-Bank-Aktien bei einer Summe von 2,4 Milliarden Dollar sehr positiv reagieren würden. Zwischen 3 bis 3,5 Milliarden hätte die Bank noch Reserven übrig, um weitere Rechtsstreitigkeiten außergerichtlich beizulegen. Muss das Geldhaus dagegen mehr als vier Milliarden Dollar zahlen, ist mit neuen Sorgen um die Kapitalausstattung der Deutschen Bank zu rechnen.

Teure Vergleiche

Denn die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten betragen aktuell nur 6,2 Milliarden Dollar. Und der teure Geldwäsche-Skandal in Russland steht auch noch auf CEO Cryans To-do-List. Der Brite war mit dem Versprechen angetreten bis Ende 2016 die größten Rechtsstreitigkeiten zu lösen. Damit würde endlich eine große Baustelle bei der Deutschen Bank beseitigt. Alleine seit 2008 hat das Geldhaus neun Milliarden Dollar an Strafen zahlen müssen.

Tradingchange

Neben der strengeren Regulierung und dem Niedrigzins-Umfeld sind die schwebenden Rechtsverfahren bei der Deutschen Bank die größten Probleme. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von unter 0,3  sind die Titel sehr günstig bewertet. Trader können auf eine geringe Strafe für die Deutsche Bank setzen. Dann dürfte die Kurslücke bei 13,89/14,30 Euro bald geschlossen werden. Es sollte aber ein enger Stopp bei 12,40 Euro platziert werden. Alle anderen warten die Einigung ab.


 

Börsengewinne mit System

Autor: Charles D. Kirkpatrick
ISBN: 9783864702167
Seiten: 192
Erscheinungsdatum: 03. November 2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Die alles entscheidende Frage an der Börse lautet: Wie kann ich Gewinn machen? Eine systematische, disziplinierte Herangehensweise ist schon die halbe Miete. Einer der erfahrensten US-Börsenprofis gibt Profi-Tradern und Privatanlegern wertvolle Tipps dazu.
In den knapp 50 Jahren, die sich Charles D. Kirkpatrick an den Märkten tummelt, hat er schon so gut wie alles gesehen. Dieser enorme Erfahrungsschatz ist in „Börsengewinne mit System“ eingeflossen. Durch ausgiebige Tests und Beobachtungen hat er die Indikatoren identifiziert, die am zuverlässigsten und lukra­tivsten sind. Kirkpatrick legt die Karten auf den Tisch und unterfüttert seine Ratschläge mit Daten und harten Fakten. Ob für das Daytrading oder die langfristige Kapitalanlage: Dieses Buch bietet eine komplette Handelsstrategie, die ohne großen Aufwand umzusetzen ist.

 

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank und Commerzbank: Viel zu teuer

Das Referendum in Italien am kommenden Sonntag sorgt an den Märkten für Nervosität. Nicht nur italienische Bankaktien wurden in den vergangen Tagen abverkauft. In Deutschland standen auch die Commerzbank und die Deutsche Bank auf der Abschussliste der Anleger. Egal wie die Abstimmung in Italien … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Licht und Schatten

Bereits im Oktober 2015 hatte die Deutsche Bank den Verkauf ihrer mexikanischen Töchter an die dortige Investa Bank bekannt gegeben. Diese braucht allerdings eine Kapitalerhöhung, um den Zukauf stemmen zu können. Laut Handelsblatt wird gegen die Bank jetzt ermittelt. Auch für die Deutsche Bank … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Ist Achleitner wirklich der Richtige?

Bei der Deutschen Bank dürfte einer zweiten Amtszeit von Paul Achleitner als Aufsichtsratschef nichts mehr im Wege stehen. Der oberste Konzernkontolleur tritt aber ein schweres Erbe an, das teilweise auch auf seine eigenen Fehler zurückzuführen sein dürfte. Während die Mehrheit der Großaktionäre … mehr