Deutsche Bank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche Bank: Weniger wäre nichts!

Deutschlands größte Bank hat heute Morgen die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal präsentiert. Vorsteuer- und Nettogewinn lagen etwas über den Erwartungen, das operative Geschäft lief aber etwas schwächer als erwartet. Dennoch: "Wir sind auf gutem Wege, das Gesamtjahr 2018 mit einem Gewinn abzuschließen – zum ersten Mal seit 2014", sagte Deutsche-Bank-Chef Sewing am Morgen.

Wie das Geldhaus heute Morgen mitteilte, blieben unter dem Strich 229 Millionen Euro Gewinn hängen. Das sind etwas mehr, als die Analysten prognostiziert hatten (150 Millionen Euro). Fortschritte erzielte die Bank bei den Kosten, die etwas geringer ausfielen als erwartet. Positiv entwickelte sich auch die harte Kernkapitalquote, die von 13,7 auf 14,0 Prozent stieg.

Erträge sinken deutlich

Die Erträge verringerten sich hingegen um neun Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Vor allem in der in der Unternehmens- und Investmentbank laufen die Geschäfte schwach - das Minus belief sich auf 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Bereich Asset Management büßte bei den Erträgen zehn Prozent ein.

Nichts Neues aus Frankfurt

Dass die Deutsche Bank die Zahlen leicht übertroffen hat, ist keine große Überraschung. Dafür haben die Analysten im Vorfeld mit zahlreichen Prognosesenkungen gesorgt. Euphorie dürfte trotzdem keine aufkommen, zu weit hinkt die Bank der Konkurrenz hinterher. Die britische Barclays beispielsweise hat heute Morgen ebenfalls Zahlen vorgelegt: Eine Milliarde Pfund Gewinn statt der erwarteten 700 Millionen. Im Vergleich zu den US-Banken verdienen die Deutschen nur Peanuts. Die Aktie kommt deshalb weiterhin nicht auf die Empfehlungsliste.

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| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

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