Deutsche Bank
- Marion Schlegel - Redakteurin

Deutsche-Bank: Weitere Verhandlungen – hat die Aktie die Talfahrt beendet?

Die Vergleichsverhandlungen zwischen vier gekündigten Libor-Händlern und der Deutschen Bank gehen in eine weitere Runde. Nach zwei langen Güterichterterminen am Dienstag und Mittwoch wollen beide Seiten am heutigen Montag ihre Gespräche fortsetzen, wie ein Sprecher des Landesarbeitsgerichts Frankfurt mitteilte.

Frist bis Mitte September
Einzelheiten zum Verhandlungsstand drangen zunächst nicht nach außen. Der Anwalt der Händler hatte vor Beginn des Güterichterverfahrens erklärt, Ziel seiner Mandaten sei eine Weiterbeschäftigung bei der Deutschen Bank. Es könnte in den Verhandlungen aber schwerpunktmäßig auch um die Höhe möglicher Abfindungen gehen.


Die vier Mitarbeiter waren über Jahre an der Festsetzung der wichtigen Referenzzinssätze Euribor und Libor beteiligt. Die Bank wirft den Männern vor, sich per Chat und E-Mail verbotenerweise auch mit Derivate-Händlern im eigenen Haus ausgetauscht zu haben. Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte geurteilt, die fristlosen Kündigungen seien "unverhältnismäßig". In der Bank habe es zu dem Bereich damals keine konkreten Richtlinien und Kontrollen gegeben.


Das Landesarbeitsgericht hatte am 18. Juli eine Frist bis zum 19. September gesetzt, um unter Moderation eines Richters eine Lösung zu finden. Scheitert das Güterichterverfahren, wird das Gericht am 19. September erneut über die Klagen der Händler gegen ihre fristlose Entlassung verhandeln

Charttechnisches Bild hellt sich auf
Die Aktie der Deutschen Bank scheint sich indes zu stabilisieren. In der vergangenen Woche hat das Papier die 25-Euro-Marke zurückerobert. Der Wert könnte nun tatsächlich einen Boden gefunden haben. Noch befindet sich die Aktie aber im seit Januar dieses Jahres ausgebildeten Abwärtstrend. Die nächste Hürde, die der Titel ins Visier nehmen dürfte, liegt bei 26 Euro. Gelingt der Sprung darüber, besteht kurzfristiges Potenzial bis 27 Euro. Langfristig sieht DER AKTIONÄR derzeit eine Kaufchance bei der Deutschen-Bank-Aktie.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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