Deutsche Bank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche Bank: Tag 1 nach Anshu Jain

Am heutigen Mittwoch tritt der Brite John Cryan die Nachfolge von Anshu Jain als Co-Chef der Deutschen Bank an. Bis zur Hauptversammlung 2016 wird er zusammen mit Jürgen Fitschen die Geschicke der größten Bank Deutschlands leiten. Ab dann wird er allein das Regiment führen. Die Erwartungen an den 54-Jährigen sind gewaltig.

Hoffen auf bessere Zeiten

Während die Aktionäre auf dauerhaft steigende Kurse hoffen, mahnen die Aufseher ein Ende der Skandale an. "Es reicht nicht, eine gute Strategie zu haben, auch die Prozesse bei der Umsetzung der Strategie müssen stimmen", sagte BaFin-Präsident Felix Hufeld, am Montagabend vor Journalisten in Frankfurt auf Fragen zur Deutschen Bank. Das Institut müsse unter ihrem neuen Chef neben traditionellen Stärken auch "zuverlässige und belastbare Prozesse" im Einklang mit den Regeln aufbauen, erklärte Hufeld. "Hier muss die Bank nachbessern." Dafür seien viele Schritte notwendig.

Erfolgreicher Sanierer

Cryan, der zwischen 2008 und 2011 bei der Schweizer Großbank UBS als Finanzvorstand tätig war, gilt in der Branche als erfolgreicher Sanierer. Bei der UBS entrümpelte er die Bilanz und war mitten in der jüngsten Finanzkrise maßgeblich an einer radikalen Umstrukturierung der Bank beteiligt. Die Deutsche Bank kennt er seit 2013 von innen, als ihn Aufsichtsratschef Paul Achleitner in das Kontrollgremium holte. Diesen Posten gibt Cryan mit seinem Antritt als Co-Chef auf.

Deutsche Bank; Chart;

Aktie mit Potenzial

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung, dass die Deutsche Bank unterbewertet ist. John Cryan ist zuzutrauen, dieses Potenzial zu heben. Wie auch schon mehrfach berichtet, müssen sich Deutsche-Bank-Aktionäre allerdings in Geduld üben.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Chinesen kommen

Die Deutsche Bank hat einen neuen Großaktionär. Laut hält Reuters hat das chinesische Finanzkonglomerat HNA für 755 Millionen Euro Aktien der Bank gekauft und hält damit mehr als drei Prozent der Anteile. Doch das könnte nur der Anfang sein: „Wir schließen nicht aus, unsere Beteiligung in moderatem … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Doch kein Postbank-Verkauf?

Obwohl Deutsche-Bank-CEO John Cryan bei der jüngsten Vorlage der Jahreszahlen kein Wort zur Postbank verlor, brennt das Thema den Anlegern weiter unter den Nägel: Im Raum steht ein Verkauf der Tochter oder eine Reintegration in den Mutterkonzern. JPMorgan hat sich jetzt zur Postbank geäußert. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Muss Ackermann zahlen?

Die derzeitige Krise der Deutschen Bank könnte auch durch Fehlverhalten ehemaliger Vorstände verursacht worden sein. Das zumindest prüft die Bank selbst. Bis zum 18. Mai sollten Aktionäre Klarheit haben, ob der Konzern deshalb von mehreren Ex-Vorständen Geld zurückfordern kann. Dann lädt das … mehr