Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Robin soll‘s richten

Besser spät als nie denkt sich wohl die Deutsche Bank. Seit Ende November können Kunden zwar schon das Angebot einer digitalen Vermögensverwaltung nutzen, gestern ging es aber offiziell an den Start. Die Pläne sind ehrgeizig.

Markus Pertlwieser, Digitalchef im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank, gibt die Marschroute aus: Bis Ende kommenden Jahres strebt man mit dem Angebot Robin einen Marktanteil von 20 Prozent an. Ausgegangen wird von einem Gesamtvolumen in Höhe von fünf Milliarden Euro - die Deutsche Bank will sich also eine Milliarde sichern.

Robin besteht nicht nur aus Algorithmen, die eine automatisierte Vermögensverwaltung ermöglichen sollen. Die Expertise des Teams von Ulrich Stephan - er ist Chefanlagestratege für das Privat- und Firmenkundengeschäft – soll ebenfalls einfließen. Damit hofft das Institut sich von konkurrierenden Angeboten abheben zu können.

Anlegen kann bei Robin jeder, der mindestens 5.000 Euro mitbringt. Die pauschalen Kosten betragen dann je nach Anlagebetrag 0,8 bis 1,0 Prozent. Ab 50.000 Euro sinken die Gebühren auf 0,8 Prozent. Aktuell ist der Robo-Advisor nur über die Deutsche-Bank-Plattform Maxblue zugänglich. Erst im zweiten Quartal 2018 soll das Angebot auch in den Filialen zu finden sein, so Pertlwieser.

Mit Schwung ins neue Jahr

Die Deutsche Bank hat sich mit einem Marktanteil von 20 Prozent bei Robo-Advisoren für das kommende Jahr viel vorgenommen. Im Gegensatz zu vielen Fintechs verfügt der Konzern allerdings über eine breite Kundenbasis. Nach der Wiedereingliederung der Postbank in die Privatkundensparte der Mutter umfasst das Segment 20 Millionen Sparer.

Im kommenden Jahr sollte die Aktie zudem von leicht steigenden Zinsen und der guten globalen Konjunktur profitieren. Der Chart präsentiert sich derzeit ebenfalls stark. DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung fest. Das Kursziel beträgt 20,00 Euro. Ein Stopp wird bei 14,50 Euro gesetzt.

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